Herbst/Winter 11/12: Norrback, Sjöstedt, Orving Schwedische Stilsicherheit

 

Mode aus Skandinavien gilt als cool, reduziert und setzt weltweit Trends. In Berlin präsentierten jetzt drei Designerinnen aus Schweden ihre neuen Kollektionen.
Text: Veronika Schaller
© Mercedes-Benz Fashion Week
Couture von Ida Sjöstedt
Skandinavien ist angesagt. Nicht nur It-Models wie Freja Beha Erichsen, Pernille Moeller oder Siri Tellerod kommen hierher. Auch die Mode – neben der Über-Erfolgskette H&M – ist zu einer festen Größe in der Designwelt avanciert. Filippa K, Acne, Björn Borg, J. Lindeberg, Nudie Jeans, Stine Goya und By Malene Birger sind nur einige der bekannten Labels, die bei den Fashion Weeks in Kopenhagen, Stockholm und Oslo zeigen.

Als reduziert, tragbar und cool gilt der Stil des hohen Nordens und läutete den aktuellen Clean-Chic ein. Auch von der Straße kommen die Trends: Egal ob zerrissene Strumpfhosen, Plateau-Booties oder Karohemden – die Skandinavier tragen die Must-Haves der Streetstyles oft als erste.

Im Sommer 2010 erkannten sich etwa Mode-Insider weltweit am klappernden Gang. Denn sie alle trugen die Clogs des schwedischen Kult-Labels „Swedish Hasbeens“.

Passend zum Skandinavien-Hype präsentierten nun drei junge Talente aus Schweden ihre Kollektionen für Herbst/Winter 2011/2012 bei der Fashion Week in Berlin:
Funktions-Luxus
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Camilla Norrback

Umweltbewusste Modeliebhaberinnen will Camilla Norrback ansprechen. Ihr 1999 gegründetes Label hat sich den selbst erfundenen Begriff „Ecoluxury“ auf die nachhaltig hergestellten Fahnen geschrieben.

Geboren wurde Camilla Norrback 1974 im finnischen Jakobstad, wo sie auch aufwuchs. Mit 13 Jahren setzte sie sich zum ersten Mal an die Nähmaschine und wusste von diesem Zeitpunkt an, dass sie ihr Leben der Mode widmen wollte.

Inspiriert von Filmen, Kunst, Musik und sozialen Entwicklungen, kreiert Camilla Norrback mit ihrem schwedischen Unternehmen heute Öko-Mode mit Luxus-Appeal. Retro-romantische Elemente verbünden sich mit modernen Silhouetten und luxuriöse Organic-Materialien.
Crystal Palace
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Ida Sjöstedt

Als „geschmackvoller Kitsch“ oder „Eleganz mit Augenzwinkern“ wird der Stil von Ida Sjöstedt liebevoll bezeichnet.

Für ihre neue Kollektion „Crystal Palace“, verzierte sie Seide und Chiffon mit opulenten Funkelornamenten. Mehr als dreihundert Perlen bilden etwa kleine Schleifen am Ausschnitt eines Cocktail-Kleides – und wurden per Hand aufgenäht.

„Filmschönheiten mit dunklen Seiten aus vergangenen Zeiten, haben mich dazu inspiriert“, sagt Ida Sjöstedt, die ihr Label vor zehn Jahren gründete. „Das klingt nach einer langen Zeit, aber in der Mode vergeht die rasend schnell“, so die Designerin.

1976 in Stockholm geboren, studierte sie Mode an der University of Westminster in Großbritannien, zog 2001 zurück nach Schweden und präsentiert ihre Kollektionen seitdem regelmäßig bei der Fashion Week in Stockholm.
Waldspaziergang
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Diana Orving

"Für mich geht es bei Kleidung mehr um Menschen und ihre Geschichten, als um Mode“, sagt Diana Orving. Nach fünf Jahren im Geschäft, hat sich die 25-Jährige langsam ihren Weg in die exklusivsten Regale Stockholms gebahnt. Und das ganz ohne Modestudium.

Vielleicht dreht sich das Interesse der Autodidaktin deshalb vor allem um das Verhältnis von Kleidungsstück und Träger. So zeichnet sie ihre Entwürfe nicht vorher auf Papier, sondern schneidert sie direkt auf den Körper, um die Schnitte den Bewegungen anpassen zu können. Das Tanzen zählt sowieso zu einer ihrer wichtigsten Inspirationsquellen.

Asymmetrische Schnitte, luftleichte Stoffe und mamorierte Prints gehören zu den Hauptthemen ihrer Herbst-Winter-Kollektion 2011/2012.
© Mercedes-Benz Fashion Week
Camilla Norrback
© Mercedes-Benz Fashion Week
Ida Sjöstedt
© Mercedes-Benz Fashion Week
Diana Orving

Die drei Designerinnen

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