Herbst/Winter 11/12: Patrick Mohr Unisex-Uniformen
Mit extragroßen Kapuzen, voluminösen Egg-Shape-Mänteln und der gewohnten Mischung aus Extravaganz und Tragbarkeit rüstet Patrick Mohr uns für den Winter.
Text: Veronika Schaller
© Mercedes-Benz Fashion Week
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Patrick Mohr unisexisiert auch. Seine Stücke sind von beiden Geschlechtern tragbar. Radikal stellt er Frauen und Männer gleich. So verpasste er seinen Models bei der Präsentation der Frühjahr-Sommer-Kollektion 2011 etwa Glatze und Bart. „Ich sehe die Frau behaart“, sagte er damals als Begründung. Und Patrick Mohr verbindet Straßenmode mit Extravaganz. Architektonische Formen und lässige Jersey-Stücke kombiniert er zu einem Gesamtbild. Lässt man die couturigen Kreationen weg. so sind die Looks durchaus alltagstauglich und tragbar.
Dieses Mal strukturierte er mit seiner geometrische Lieblingsform, dem Dreieck, Jacken oder formte 3D-Strukturen. Die Silhouette von Patrick Mohrs geschlechtslosem Look: Egg-Shape.
Mäntel aus festen Stoffen und zum Beispiel mit überohrhohen Krägen wappnen für einen kalten Winter. Tunnelzüge in Jumpsuit-Taillen oder Parka-Rücken und plakative Zipper addieren sportlichen Funktionsflair und weite Chino-Hosen zu XL-Cardigans wirken an androgynen Frauen äußerst lässig.
Alles typisch Patrick Mohr. Nur das erwartete „Skandalthema“ blieb aus. Dass Männer wie Frauen mit den zurückgegelten Langhaarfrisuren, sehr langsam, barfuß und zu lauten Klangbildern über den Laufsteg liefen. Dass ein männliches Model Leggins trug, deren Beine mit Stoff zusammengenäht waren. Oder dass aus einem Steppmantel mit überdimensionaler Kapuze viele Federn flogen. Das alles ist nach mohrschen Maßstäben schließlich total normal.
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