Herbst/Winter 12/13: Laurèl „Ich bin begeistert – von diesen Abendkleidern“
Bei Laurèl gab es ein Feuerwerk an Farbe und eleganten Seiden-Dresses. Mit den Promi-Fans Nova Meierhenrich und Verena Wriedt sprach AMICA Online über die Kollektion und Mode im Allgemeinen.
Text: Veronika Schaller
Es ist eine Szene, die Verruchtheit zelebriert. Das erste Mädchen bei Laurèl steht da mit Zigarette (eine E-Zigarrete wohl, aber trotzdem steckt in der Geste etwas Verbotenes) und schreitet mit langsamen Schritten und voll Selbstbewusstsein über den Laufsteg. Sie trägt eine pluderige Jodhpur-Hose im Scheinwerferlicht. Dann startete die Show so richtig. Ein Fest der Modelust. Mit Pelz an Ärmeln oder wie eine Krause um den Hals, mit vielen Fransen und Federbesatz. Der Stoff scheint zu leben, alles bewegt sich. Seidentops fallen im Wasserfall am Ausschnitt. Nadelstreifenhosen für die Business-Frau wechseln sich mit lässigen ¾-Lederhosen ab. Scharf geschnittene XL-Blazer bekommen durch Schulterpolster Macht. Laute Farben stechen ins Auge. Laurèl macht Alltagsmode für starke Frauen. Ob es denen auch gefällt? AMICA Online traf Nova Meierhenrich und Verena Wriedt nach der Show zum Fashion-Gespräch.Sie waren gerade bei der Show von Laurèl. Wie hat es Ihnen gefallen?
Verena Wriedt: Ich bin total begeistert! Vor allem die Abendkleider waren wundervoll. Die langen schwarzen mit den Glitzerstickereien und dem tiefen V-Ausschnitt am Rücken. Aber auch die kurzen waren sehr schön. Da kann ich mich gar nicht für einen Lieblings-Look entscheiden.
Nova Meierhenrich: Ich fand das auch ganz toll. Die Kollektion gehört bisher zu meinen absoluten Favoriten. Bei jeder tollen Farbe die vorbei kam, habe ich Verena zugeraunt, dass ich das Teil haben will.
Welche Farben haben Ihnen denn besonders gut gefallen?
N.M.: Dieses Blau, dieses Orange, dieses Grün! Ich war fasziniert.
Sie als Stars haben es doch gut. Sie können sich die Sachen ja quasi vom Laufsteg aussuchen.
N.M.: Nicht direkt, weil das bisher nur Einzelteile sind. Ich bin gespannt, was davon in die Läden kommt. Selbst wenn ich ein Dress vom Laufsteg bekäme, hätte ich Probleme mit der Größe. Schließlich sind die Models alle 1,78 Meter groß und tragen hohe Schuhe. Das Kleid müsste für mich erstmal um die Hälfte gekürzt werden. Ich bin nur 1,60 Meter groß. Aber Verena hätte sich etwas schönes aussuchen können, mit ihren Modelmaßen.
V.W.: (lacht) Ich trage generell gerne Laurèl und habe mir auch heute ein Outfit des Labels ausgesucht. Mit dem orangefarbenen Seidentop wollte ich ein bisschen Farbe ins Wintergrau bringen.
© Mercedes-Benz Fashion Week
N.M.: Nur wenn ich fröhlich bin. Sie sehen, heute geht es mir sensationell. Daher trage ich dieses elegante, grüne Kleid und hohe Schuhe. Aber natürlich geht es mir wie jedem anderen Menschen auch: Manchmal habe ich einfach keine Lust mich aufzustylen. Dann greife ich zu Jeans und Pullover.
V.W. Ich bin eher der Schwarz-Typ. Deshalb war dieses Oberteil das höchste der Gefühle. Natürlich habe ich einen schwarzen Rock dazu kombiniert. Wäre Nova gut drauf gewesen, hätte sie wahrscheinlich einen gelben gewählt.
Woher stammt Ihr Kleid, Frau Meierhenrich?
N.M.: Das ist nicht von Laurèl, weil es – eben – ein Größenproblem gab. Die angebotenen Kleider haben mir leider nicht gepasst. Deshalb habe ich jetzt ein No-Name Kleid angezogen, das ich einmal in einer kleinen Pariser Boutique erstanden habe.
Wie würden Sie Ihren Stil beschreiben?
N.M.: Da lasse ich mich nicht festlegen. Für mich ist Mode ein großer Abenteuerspielplatz, auf dem ich mich nach Lust und Laune jeden Tag neu ausleben kann. Hach, ich werde ganz poetisch. Das muss an den vielen schönen Kleidern liegen, die ich gesehen habe.
V.W.: Mein Style ist sehr klassisch und feminin. Sobald ich es wage, etwas Extravagantes zu tragen, bereue ich es sofort, weil ich mich dann unwohl fühle. Schlicht ist mir lieber!
© Mercedes-Benz Fashion Week
N.M.: Mit 20 habe ich noch sehr viel ausprobiert, wilde Stickereien miteinander kombiniert und extravagante Schnitte mit noch extravaganteren Farben. Heute bin ich ruhiger geworden. Ich habe herausgefunden, dass man ein besonderes Teil am besten mit schlichten Partnern kombiniert.
V.W.: Heute mit Mitte 20, ne?
N.M.: Ja, genau. (lacht)
Lesen Sie nach Events die Modekritiken, um zu wissen, wie Ihr Look angekommen ist?
N.M.: Eher nicht. Bei der Biennale vor, ich glaube, vier Jahren habe ich einmal ein quietschgrünes Abendkleid getragen und landete ganz oben auf sämtlichen Worst-Dressed-Listen. „Grün ist ambitioniert“ hieß es damals zum Beispiel. Aber mir war’s egal, ich mag das Kleid immer noch und stehe zu ihm. Vielleicht fänden es heute alle toll. Das sollte ich noch mal ausprobieren.
V.W.: Ich denke manchmal „hätte ich doch nicht“, wenn ich die Fotos sehe. Da braucht es gar keine Kritik von außen. Vor allem wenn ich mir vorher schon beim Look unsicher war.
N.M.: Am wichtigsten ist einfach, dass man sich selbst wohlfühlt!











