Herbst/Winter 12/13: Lena Hoschek „Ich möchte nicht in die Jury von ‚Germany’s next Topmodel’“
Lena Hoschek ist kein großer Fan von Castingshows, dafür von Rebecca Mir und Marie Nasemann. Die GNTM-Kandidatinnen zeigten schmale Röcke, Blütenmuster und Tulpenschnitt.
Text: Kerstin Kotlar
Während Lena Hoschek letztes Jahr mit Dolce Vita ins Italien der Sechziger gereist ist, nahm die österreichische Designerin uns dieses Jahr mit nach Frankreich. Französische Chansons und Berets rahmten ihr Thema „Résistance“ ein. „Was mir am Widerstand dort gefällt ist, dass dort viele Frauen aktiv waren, die aber trotzdem Röcke trugen“, schwärmte Hoschek. „Die Frauen waren stark, haben gekämpft und haben dabei ihre Weiblichkeit nicht verloren.“„Résistance“ à la Hoschek heißt Military-Elemente wie Knopfdetails, betonte Schultern und schwere Stoffe an kurz geschnittenen Wollblazern. Kontrastiert werden die harten Elemente mit fließenden Stoffen und weichen Schnitten. „Damit zeige ich, dass Zerbrechliches unter dem Robusten steckt“, so Hoschek. Die Silhouette ist bei der Österreicherin zwar nach wie vor ein wichtiges Thema, „doch wir haben jetzt auch schmälere Röcke in der Kollektion“, erklärte die Designerin.
© Mercedes-Benz Fashion Week
Rebecca Mir lief bereits zum zweiten Mal bei Lena Hoschek.
Daraus zu schließen, Lena Hoschek wäre genauso ein Fan von „Germany’s next Topmodel“ wäre allerdings falsch. „Solche Formate reizen mich nicht besonders. Dass ich die beiden gebucht habe, hatte überhaupt nichts mit der Castingshow zu tun“, stellte sie klar. „Selbst würde ich auch nicht in der Jury von ‚Germany’s next Topmodel’ sitzen wollen.“ Trotzdem wird Rebecca Mir nächste Saison wieder auf ihrem Laufsteg zu sehen sein. Für den Moment bewundern wir einen Folklore-Rock zur transparenten Blütenbluse oder den seitlich geknöpften Mantel in Bordeaux an der „Germany’s next Topmodel“-Zweiten.


















