Herbst/Winter 13/14: Augustin Teboul„So schön habe ich Schwarz noch nie gesehen!“

von Amici Studentin
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© Mercedes-Benz Fashion Week
Das Designer-Duo Augustin Teboul kreierte avantgardistisch-surreale Stücke in Schwarz.

Die Atmosphäre ist mystisch, das Licht flirrt, eine Cellolistin spielt mitreißende, sehnsuchtsvolle Klänge – für zwei Stunden verliert sich das Gefühl von Zeit und Raum in der Galerie Thomas Schulte in Berlin Mitte als Augustin Teboul ihre Kollektion„Somewhen“ präsentieren.

Mit ihrer Herbst-Winter-Kollektion 2011/2012 hatten Augustin Teboul einen Überraschungserfolg bei der Mercedes-Benz-Fashion Week gefeiert. Die avantgardistisch-surrealen Stücke begeisterten sogar die Modeexperten von „International Herald Tribune“ und der amerikanische Ausgabe des Magazins „Elle“. Das Designer-Duo avancierte zum Lieblingslabel der hiesigen sowie internationalen Presse.

Augustin Teboul, das sind die in Deutschland geborene Annelie Augstin und die Französin Odély Teboul, die beide 2006 ihr Studium mit Auszeichnung an der Hochschule Esmod Paris abschlossen und 2009 ihre erste gemeinsame Kollektion „Cadaver exquis“ veröffentlichten. Zuvor hatte Annelie bereits für Yohji Yamamoto for Adidas und Odély für Jean Paul Gaultier gearbeitet. 2011 wurden Augustin Teboul mit dem Nachwuchsförderungspreis „Start your own Fashion Business“ ausgezeichnet.

Das Zusammenspiel der gegensätzlichen Persönlichkeiten des Designer-Duos, deutsche Kultiviertheit und französisch charmante Chaotik, bringt exklusive wie avantgardistische Mode hervor, die sich zwischen Haute Couture und Prêt-à-Porter bewegt. Auf eines haben sich die beiden Designerinnen schon zu Beginn ihres gemeinsamen Labels geeinigt: Alle Entwürfe entstehen ausschließlich in Schwarz. Die luxuriösen Kleider und Accessoires sind sehr feminin – es ist ein poetisches Spiel mit Formen, Mustern und Schnitten, das die Entwürfe von Augustin Teboul so einzigartig macht.

Augustin Teboul poetisches Spiel mit Schwarz
Augustin Teboul, Herbst-Winter-Kollektion 2013/2014

Grober Strick und filigrane Häkelelemente treffen auf andere Materialien wie Leder und Seide. Die Entwürfe sind kontrastreich, zeigen sich mal sinnlich transparent, durch grobmaschige Häkelspitze viel Haut. Mal sind die Models beinah völlig verhüllt in Stoff und Leder. Vielfältige Netzstoffe und grafische Elemente prägen die Kollektion, Pompons, Fransenbommel und Wollfäden zieren die facettenreichen Kopfbedeckungen der Modelle. Die ethnischen Elemente in der Kollektion verweisen auf unterschiedliche kulturelle Einflüsse. Jeder Look für sich ist etwas besonderes, beeindruckt durch einprägsame Details, „Wir haben keinen Lieblingslook, für uns zählt das Gesamtbild. Es ist die gesamte Kollektion“, verraten die Designerinnen nach der Performance. „Es gibt auch kein Material das wir bevorzugen. Wir mögen es sehr zu mixen, mit den Materialien zu spielen.“

Die Kollektionspräsentation ist geprägt durch eine mystische, beinah düstere Stimmung. Bei Augustin Teboul ist nach wie vor alles Schwarz und das funktioniert beeindruckend gut. „Jede Frau kann immer und überall Schwarz tragen, auch zu jedem Anlass“, sagen Annelie und Odély. Es ist nicht nur eine dunkle Farbe, die eine geheimnisvolle Stimmung erzeugt. „Es hängt immer von der Persönlichkeit ab, die diese Farbe trägt. Die traurigste Person auf der Welt kann schließlich auch Gelb, Orange oder Rot tragen. “

In Zukunft wird uns wohl noch viel Überraschendes und Beindruckendes von dem inspirierenden, jungen Designer-Duo Annelie Augstin und Odély Teboul erwarten. Ob es dabei weiterhin nur bei der einen Farbe bleibt: „Let’s see,“ verraten Augustin Teboul, „aber jetzt ist es erst mal einfach Schwarz.“

Und dieses ausschließliche Schwarz präsentiert sich in einer einzigartigen Umsetzung. Begeistert zeigen sich auch die Gäste nach der Show. Eine Besucherin die sich während des Gesprächs mit den Designerinnen dazwischen schiebt, gratuliert begeistert: „Es war so toll. So schön habe ich Schwarz noch nie gesehen!“ Und da kann man ihr nur Recht geben.

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