Interview mit Katja Flint Es ist mir egal, dass ich 50 bin!
Manche finden, Katja Flint kleide sich wie ein Teenager. Hingucker-Teile lässt die Schauspielerin sich aber nicht nehmen. Im Kurzinterview erklärt sie außerdem, warum Modeliebe bei ihr angeboren ist.
Text: Veronika Schaller
© Mercedes-Benz Fashion Week Berlin
Katja Flint: Ich finde es toll, dass Nachwuchs-Designer die Möglichkeit bekommen ihre Kleider zu promoten und Kontakte zu knüpfen. Außerdem war ich neugierig auf die Frau, von der Marc Jacobs so begeistert ist.
Sind Sie Fan von Marc Jacobs?
Ja, auf jeden Fall. Was er heute kreiert, wird Trend. Das machen die anderen Designer dann in ein bis zwei Jahren nach.
Warum haben Sie sich für dieses Outfit entschieden?
Ich kleide mich eigentlich immer schlicht und füge dann ein Hingucker-Teil hinzu. In diesem Fall ist das die Pailletten-Jacke mit dem interessanten Farbverlauf von See by Chloé. Generell ziehe ich mich immer so an, wie ich mich fühle.
Und wie haben Sie sich heute gefühlt?
Nach Behaglichkeit, weil es kalt ist. Deshalb bin ich in meinen Rollkragenpullover geschlüpft. Außerdem hat es geregnet und ich habe mich daher für geschlossene Stiefel entschieden.
Das klingt pragmatisch.
Ist es. Früher habe ich bei meinem Styling hauptsächlich auf die Optik geachtet. Aber das sehe ich heute gar nicht mehr ein. Was ich trage, muss praktisch sein.
Schön hoffentlich auch.
Natürlich. Bei mir liegt die Liebe zur Mode sogar in der Familie. Meine Schwester Anja Flint ist erfolgreiche Designerin in den USA. Und die vier Schwestern meiner Mutter waren alle Schneideinnen.
© Mercedes-Benz Fashion Week
Ich freue mich einfach wahnsinnig, wenn ich von deutschen Designern ausgestattet werde. Ein Kleid auf den Leib geschneidert zu bekommen ist sehr schön. Bei der letzten BAMBI-Verleihung etwa trug ich eines von Kaviar Gauche.
Als Schauspielerin dürfen Sie in viele Kostüme schlüpfen. Welche Rolle hat aus diesem Grund besonders viel Spaß gemacht?
Am begeistertsten war ich von der Mode der Figur Ginger im Film „Wie kriege ich meine Mutter groß“ aus dem Jahr 2004. Darin habe ich eine 45-jährige Mutter gespielt, die einfach nicht erwachsen werden will und auch modisch ein Hippie ist. Sie trägt zum Beispiel knappe Häkelkleidchen – toll im Film, aber im echten Leben würde ich das nicht wagen.
Weil es nicht altersgemäß wäre?
Genau. Ich muss mich da schon ein bisschen zusammenreißen. Meine Masseurin meinte sogar vor kurzem zu mir, ich würde mich wie ein Teenager kleiden. Weil ich dort mit Jeans, Turnschuhen und Lederjacke ankam.
Also verzichten Sie auf Sachen, die Sie gerne tragen würden?
Nein, eigentlich nicht. Es ist mir egal, dass ich 50 bin! Ich trage auch rote Jeans. Nur würde ich vielleicht keine gepunktete Bluse dazu kombinieren, damit der Look nicht zu jugendlich wirkt.
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nn
| 30.01.2012, 15:20
Das sollte einem auch egal sein...
... weil es eh nicht zu ändern ist. Aber wenn ich ganz ehrlich sein soll: Je größer die runde Zahl wurde, desto weniger war sie mir "egal". Und jetzt habe ich rein statistisch gesehen nur noch einen einzigen runden Geburtstag vor mir (obwohl ich mich wie fünfzig fühle). Und der ist mir überhaupt nicht egal.
... weil es eh nicht zu ändern ist. Aber wenn ich ganz ehrlich sein soll: Je größer die runde Zahl wurde, desto weniger war sie mir "egal". Und jetzt habe ich rein statistisch gesehen nur noch einen einzigen runden Geburtstag vor mir (obwohl ich mich wie fünfzig fühle). Und der ist mir überhaupt nicht egal.










