Interview mit Sylvie van der Vaart„Löchrige Baumwollschlüpfer trug ich nur als Jungfrau“

von AMICA Online Redakteurin
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Sie entsteigt einer Art Thron am fingierten Film-Set. Die Glitzersteine auf ihrem BH und die Strassketten an ihrem Körper funkeln im Scheinwerferlicht. Dazwischen: eine makellose Haut, definierte Bauchmuskeln. Im Kreis um sie herum sitzen viele junge Mädchen in verführerischer Lingerie auf Regiestühlen. Doch Sylvie van der Vaart ist der Star der Show. Und Kampagnengesicht, oder eher Körper, des Wäscheherstellers Hunkemöller. Zum ersten Mal zeigt das holländische Label seine neuste Kollektion in Berlin. Im Hinblick auf massive Expansionspläne in Deutschland laut PR-Agentur ein logischer Schritt. Also bekamen die Gäste in der Offsite-Location Berliner Ensemble eine selten sexy Show unter dem Motto „Girls on Film“ zu sehen. Mit Looks – von Federn im Haar über eine XL-Schleife am Po, Strapse, gestreifte Overknee-Strümpfe bis hin zu Glitzerpumps – inspiriert von den Filmdiven der 20er-, 50er- und auch der 80er-Jahre.

Mit AMICA Online sprach Sylvie van der Vaart kurz nach ihrem großen Auftritt über die Aufregung vor der Show, löchrige Baumwollschlüpfer und den Zusammenhang zwischen schöner Wäsche und einer funktionierenden Beziehung.

Hunkemöller's Secret

AMICA Online: Ihr Mann Rafael saß gerade im Publikum. War er nicht eifersüchtig, dass alle Männer Sie so freizügig sehen?
Sylvie van der Vaart: Nein, über andere Männer macht er sich keine Sorgen. Er weiß ja, dass es seine Frau ist, die da über den Laufsteg kommt. Er ist einfach stolz auf mich. Außerdem habe ich auf dem Catwalk die ganze Zeit Blickkontakt gehalten. Er hat ziemlich große Augen gemacht. Und ich weiß, dass er so aufgeregt war wie ich immer, wenn er auf dem Fußballplatz steht.

Wie nervös waren sie selbst vor der Show?
Lange Zeit habe ich, wie ich es immer mache, verdrängt was da auf mich zukommt. Aber im Flugzeug nach Berlin ging es mit dem Bauchkribbeln los. Vor allem weil Rafael mich immer geneckt hat und gefragt hat, ob ich schon geübt hätte. Heute bei der Generalprobe ist dann alles schief gelaufen. Ich habe sogar einen Schuh verloren.

Haben Sie Rafael nach seinem Ausscheiden mit der holländischen Nationalmannschaft bei der Fußball-EM eigentlich mit schönen Dessous getröstet?
Wir sind gleich nach der Europameisterschaft für zehn Tage in den Urlaub nach Saint Tropez gefahren. Natürlich habe ich da schöne Bikinis und Dessous mitgenommen. Aber trösten kann ich ihn nur, indem ich ihm zuhöre. Wir haben sehr viel über die Spiele geredet.

Kennt jemand wie Sie eigentlich Körperkomplexe?
Allerdings. Vor allem bei so einem Event, wenn alle ganz genau hingucken wie ich aussehe, wie viel ich wiege und wie ich laufe. Ich bin nur 1,60 Meter groß, habe keine ewig langen Beine und bin einfach kein Catwalk-Model. Andere Mädchen haben mich fast um 40 Zentimeter überragt.

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Welche Wäsche findet Rafael denn an Ihnen sexy?
Er ist schon ein Mann-Mann. Er freut sich, wenn ich ihn mit Strapsen überrasche. Farblich hat er keine besonderen Vorlieben. Er mag die Abwechslung und sogar knallige Töne.

Wie wichtig sind schöne Dessous für das Gelingen einer Ehe?
Sehr wichtig. Wer sich noch nach vielen Jahren bemüht für den Partner so attraktiv auszusehen wie am Anfang, der zeigt, dass dieser nicht zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Und auch wenn man keinen Partner hat, ist es toll schöne Unterwäsche zu tragen. Für einen selbst.

Das heißt, Sie haben noch nie löchrige Baumwollschlüpfer getragen?
Doch, als ich noch Jungfrau war (lacht).

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