Marie Nasemann öffnet fahrende Umkleide„Auf der Straße umziehen? Na klar!“

von AMICA Online Redakteurin
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© Veronika Schaller
Gerade hatte Marie Nasemann noch gesagt „Ich fühle mich so nackt“ und damit ihr tief ausgeschnittenes Schößchenoberteil gemeint. „Leider habe ich heute Morgen nur noch einen Klebestreifen gefunden, die rechte Brust lebt jetzt gefährlich“, hatte sie erklärt. Im nächsten Moment schlingt sie sich einen BH um den Bauch, zieht ihn hoch und anschließend ihre Bluse über den Kopf. Mitten auf einer Berliner Straße zwischen zwei Autos, vor Blicken nur geschützt durch den Rücken ihrer Managerin. Falsche Scham oder Star-Allüren? Fehlanzeige. „Das mache ich öfter“, sagt sie schulterzuckend. „Ist doch wie in einem Bikini im Freibad zu stehen.“

[kein Linktext vorhanden]Die „Germany’s next Topmodel“-Dritte aus dem Jahr 2009 ist mittlerweile ein Profi und gut im Geschäft. Gerade kommt sie aus Italien von einem Kampagnen-Shooting für den Extensions-Hersteller Great Lengths, für das Label Sarar arbeitet sie als Modeberaterin bei Events, auf dem Sender Einsplus moderiert sie das Musikformat „Charts“, für Gil Bret modelt sie.

Bei der Fashion Week Berlin ist die Schöne mit den blauen Strahleaugen diesmal als Gast unterwegs – und hat dafür von Jaguar eine Limousine plus Chauffeur gestellt bekommen. Dieses Auto ist nicht nur Mittel, um vom Hotel zum Zelt oder zu den Offsite-Locations zu gelangen, sondern auch Essplatz, Maske und fahrender Kleiderschrank. „Ich sehe mir drei Shows pro Tag an und ziehe mich für jede um“, so Marie Nasemann. „Da muss es zwischendurch schnell gehen.“

Für AMICA Online öffnete das Münchner Model ihren Fashion-Kofferraum, plauderte über ihre Unterwäsche, Mut zu vermeintlichen Fauxpas‘ und ihre neue Business-Idee.

AMICA Online: Wo Sie schon in Unterwäsche vor mir stehen. Sexy ist anders, oder?
Marie Nasemann:
Stimmt. Ich trage ganz langweilige, hautfarbene Unterwäsche bei der Fashion Week oder wenn ich zu Shootings gehe. Die sieht unter eng anliegenden und halbtransparenten Kleidern am besten aus, weil sich einfach nichts abzeichnet.

© Veronika Schaller
Topmodel mit Topfigur: Mit dreimal pro Woche je einer Stunde Workout hält Marie Nasemann sich fit. „Ich glaube es ist für den Körper gut, viele verschiedene Sportarten zu machen“, erklärt sie. „Das schont auch die Gelenke“. Ich gehe in Pilates-Kurse, Yoga-Kurse, gehe Joggen und auf Geräte im Fitnessstudio, spiele Tennis, fahre Ski oder tanze.'
Warum haben Sie sich für das erste Outfit von Sarar entschieden?
Ich liebe Blau! Und monochrome Komplett-Looks kommen immer gut an. Das sind Eye-Catcher, die man selten sieht. Aber im Alltag würde ich so etwas auch nicht tragen.

Weshalb nicht?
Da versuche ich nicht, die Aufmerksamkeit auf mich zu lenken. Im Gegenteil.

Werden Sie oft angesprochen?
Das hängt davon ab, wo ich hingehe. Vor dem H&M in der Münchner Fußgängerzone herrscht Zielgruppenalarm. Da kommen häufig Mädchen auf mich zu. Aber meist laufe ich im Alltag leger und ungeschminkt herum. So erkennen mich die Leute selten.

Wie sieht ein typisches Alltagsstyling bei Ihnen aus?
Vor allem bequem, weil ich ja auch viel im Flugzeug unterwegs bin und auch gerne zu Fuß gehe statt die U-Bahn zu nehmen. Eine weite Boyfriend-Jeans und Boots gehören daher zu meinen Standard-Outfits. Und privat trage ich nie hohe Schuhe.

Nicht einmal zum Ausgehen?
Nein. Da will ich tanzen. Außerdem haben Männer Angst, wenn ich hohe Schuhe an habe.

Das müssen Sie jetzt genauer erklären!
Die fühlen sich unsicher, wenn sie zu mir aufschauen müssen. Ich bin sowieso schon eine starke Frau mit einer starken Persönlichkeit. Wenn ich dann noch hohe Schuhe trage, traut sich keiner mehr mit mir zu flirten. Bei Dates bin ich lieber natürlich und möchte wie ein Mädchen wirken, mit dem man Pferde stehlen kann.

© Veronika Schaller
Neuer Freund? Nein, das ist Marie Nasemanns Chauffeur!
Und umgekehrt? Wie ist Ihr Traummann angezogen?
Bei Männern mag ich schlichte Looks, zum Beispiel einen schwarzen Rollkragenpullover zur engen Jeans. Hipster mit Ausschnitt bis zum Bauchnabel, Hornbrille, Cap und Federschmuck sehen mir zu verkleidet aus.

Wenn Sie keine hohen Schuhe tragen – mussten Sie dann für „Germany’s next Topmodel“ das Laufen trainieren?
Während der Staffel haben wir uns abends immer gegenseitig geholfen und vor dem Spiegel geübt.  Vor „Germany’s next Topmodel“ hatte ich genau ein Paar High Heels für Castings, jetzt habe ich drei Billy-Regale voll davon. Aber die kommen eben nur bei Events zum Einsatz.

Was halten Sie von der gerade zu Ende gegangenen „Germany’s next Topmodel“-Staffel?
Ich fand die Mädchen extrem jung und war schockiert davon, wie oft und wie viel nackte Haut gezeigt wurde. Die haben ja bei einem Shooting komplett blank gezogen! Ansonsten war es unterhaltsam und mich hat gefreut, dass man von Heidi mehr gesehen hat. Sie ist wirklich eine Sympathieträgerin.

An welche Situation mit ihr während der Staffel können Sie sich gut erinnern?
Sie hat mich bei der Umstyling-Folge veräppelt und mir die lange, abgeschnittene Strähne einer anderen Kandidatin in den Schoß geworfen. Da hatte ich ganz schön Panik. Aber am Ende wurde bei mir gar nichts gemacht.

Erfahren Sie auf der nächsten Seite, welche Schätze sich in Marie Nasemanns Fashion-Kofferraum befinden - und welche Zweitkarriere sich das Model noch vorstellen könnte!

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„Auf der Straße umziehen? Na klar!“