Nach einer Pausen-SaisonKnaller-Comeback von Fashion-Liebling Lala Berlin

von AMICA Online Redakteurin J'adore les Parisiennes!
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© Mercedes-Benz Fashion Week
Lala Berlin begeisterte auf der Fashion Week mit Sternen-, Camouflage- und Ethno-Mustern auf Seide, Kaschmir und Angora.

Sie macht, was sie will. Lässt sich nicht einengen. Hält sich nicht an Pläne anderer. Schon gar nicht an den der Fashion Week Berlin. Deswegen schwänzte Leyla Piedayesh sie in der letzten Saison kurzerhand, gab lediglich einen kleinen Cocktail zusammen mit Veuve Clicquot. Sie und ihr Label Lala Berlin ticken nach ihrer eigenen Uhr. Leyla Piedayesh musste innehalten.

„Es war eine unternehmerische Entscheidung, in der Firma den Druck rauszunehmen und die Kollektion atmen zu lassen statt 70 Prozent der Konzentration auf die Show zu legen“, sagte sie danach im Interview mit Lala-Berlin-Designerin - „Jungdesigner wollen nur Popstars sein“. Auch eine Erweiterung von Lala Berlin um Herren- oder Kinderlinien hat die Designerin mit iranischen Wurzeln für den Moment ausgeschlossen: „Es ist genug Zeit. Ich möchte Deutschland ja noch zehn, zwanzig, dreißig Jahre erhalten bleiben und jetzt nicht ausbrennen.“ Piedayesh will mit ihrem Label langsam wachsen, alles unter Kontrolle haben. Und hat immer den Blick nach Paris als größeren Glockenschlag auf ihrer Lala-Berlin-Uhr.

© Mercedes-Benz Fashion Week
Schauspielerin Heike Makatsch ist bekennender Fan von LalaBerlin.

Doch die Berliner Modewelt vermisste die Präsentation ihrer Kollektion. Umso größer ist die Freude nun, dass Fashionliebling Leyla Piedayesh in dieser Saison wieder auf dem Laufsteg vertreten ist. „Von ihren Strickwaren bin ich ja ohnehin ein Fan, all die gewagten Muster, die sie ausmachen sind sensationell“, schwärmte Heike Makatsch. Kurz vor der Show war die Schauspielerin schnell auf ihren Platz in der ersten Reihe geschlüpft, nachdem sie Natalia Avelon und andere Freundinnen bequatscht hatte, doch nachher mit ins „Grill Royal“ zu kommen.

„Ich mochte die Sternenmuster, alle weinroten Teile und besonders den roten Lurexmantel“, zählte Makatsch dann erst einmal ihre Favoriten auf. „Es ist genial, wie sie Schnitte kombiniert, von denen man nie denken würde, dass sie zusammenpassen.“ Die charakteristischen Lala-Berlin-Prints fanden noch mehr Anhänger in der ersten Reihe. „Die Allover-Muster würde ich auch im Alltag tragen ohne mich verkleidet zu fühlen“, sagte Natalia Avelon. Dem stimmte Schauspielkollegin Christiane Paul zu, die sich unter anderem in den Silberoverall verliebte. „Außerdem gefielen mir die Mäntel gut und dass alles so tragbar ist.“

Berlin liebt Lala Berlin!
Lala Berlin, Herbst-Winter-Kollektion 2013/14

Zu sehen bekamen die prominenten Gäste die eben erwähnten ausdrucksstarken Prints. Ihr Markenzeichen Pali-Print verfremdete Leyla Piedayesh, dazu interpretierte sie Camouflage- und Ethno-Muster auf Seide, Kaschmir oder Angora. Die weichen Materialien kontrastierte sie gerne mit hartem Leder. Creme und Schwarz umrahmten die rote Farbpalette, die neben Rosa (ärmellose Weste, Seidenbluse, Shorts, asymmetrisches Reißverschlusskleid, weiter Mantel) und Orangerot vor allem in Weinrot (Strickmantel, Pluderhose) eintauchte. Bikerjacken gingen ärmellos oder mit Military-Details. Unbedingter Hingucker: die zwei- und mehrfarbigen, kniehohe, Lederstiefel mit Cowboy-Anleihen. Heike Makatschs Favorit, der Sternenprint, der an die Milchstraße erinnerte, funkelte an einem schlichten Kleid, einem Overall und einem seitlich gerafften Maxi-Dress.

Noch mehr als das Comeback von Lala Berlin allerdings entzückte die Gäste die Tochter von Leyla Piedayesh. Im Glitzerkleidchen und gold schimmernden Ballerinas spazierte Lou nach der Präsentation über den Laufsteg. Glückselig strahlend über die ganze Länge. Christiane Paul sprach aus, was wohl alle dachten: „Den Auftritt der Kleinen fand ich sehr charmant.“ Die gesammelte Freude des Saals fing Mama Leyla Piedayesh mit ihr auf. Berlin liebt Lala Berlin!

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