Simone Thomalla bei der Fashion Week Berlin„Eine Beziehung in der Öffentlichkeit ist hart“

© Mercedes-Benz Fashion Week
Simone Thomalla ist gern gesehener Gast auf der Fashion Week Berlin. Hier trägt sie eine Kreation von Dimitri.

Simone Thomalla steht im Blitzlichtgewitter. Auf himmelhohen Lack-Pumps. Dazu eine hautenge Leder-Leggins im Schlangen-Look und eine pflaumenfarbene Lederjacke mit Kunstpelzkragen. Sexy gibt sich die Schauspielerin bei der Mercedes-Benz Fashion Week am Brandenburger Tor in Berlin. Sie besucht die Show von Dimitrios Panagiotopoulos,, der hier die Kreationen seines Labels Dimitri für die Herbst-Winter-Saison 2013/2014 präsentiert. Wer Simone Thomalla jetzt allerdings für ein „Fashion Victim“ hält, der hat weit gefehlt. Am liebsten trägt die 47-Jährige eigentlich Bequemes. Im Interview verrät sie ihre Modevorlieben und warum dieses Blitzlichtgewitter hart für die Liebe zum 28-jährigen Handballer Silvio Heinevetter.

AMICA Online: Frau Thomalla, warum haben Sie heute diesen Look gewählt?

Simone Thomalla: Dazu hat mir Dimitri geraten und ich habe es gerne angezogen.

Das heißt, Sie durften sich im Vorfeld etwas aussuchen?
Genau, das Outfit hier habe ich netterweise geschenkt bekommen.

Was gefällt Ihnen an Dimitris Designs?
Es ist meist nicht so, dass ich jede Kreation eines Designers gut finde. Aber Dimitri hat tolle Schnitte für weibliche Körper, schön auf Taille gearbeitet. Viel mit Kunstpelzchen. Dies im Materialmix mit Leder finde ich sehr vielseitig.

Welche Art von Mode mögen Sie gar nicht?

Zu konservativ sollte es bei mir nicht sein. Ich bin eher der lässige Jeans-Lederjacken-Typ.

Wo werden Sie während der Modewoche sonst noch treffen?

Auf jeden Fall gehe ich zu Laurèl und Marc Cain. Und ganz besonders freue ich mich auf Basler, weil ich Brian Rennies Kleider so toll finde. Auch Guido Maria Kretschmer ist ein Highlight für mich.

Wie wichtig ist Ihnen Mode überhaupt?
Im Alltag lege ich nicht viel Wert darauf, was ich trage. Da steige ich morgens in den Jogger und nach dem Drehen wieder. Ich finde Mode hat etwas mit Lebensgefühl zu tun und macht Spaß ,so wie das Leben gerade Spaß macht – mal mehr, mal weniger. Bei einem Event wie der Fashion Week achte ich natürlich darauf, was ich trage.

Der Zauber Sibiriens
Dimitri, Herbst-Winter-Kollektion 2013/2014

Sie sind also nicht verrückt nach Klamotten?
Nein, gar nicht. Ich finde auch, dass man nicht jeden Trend mitmachen muss. Ich bin der totale Jeans-Lederjacken-Typ.

Viele sagen, man sollte sich in der Partnerschaft nicht in Jogginghose gehen lassen. Sehen Sie das anders?
Es kommt immer darauf an, wer in diesen Kleidungsstücken steckt und wie er sich darin fühlt. Was hast du von einem freudlosen Menschenkind, das in Designerkreationen steckt, aber kein Lachen über die Lippen bringt? Dann doch lieber Schlabber-Look!

Machen Sie sich gar nicht extra schön für Silvio Heinevetter?

Wenn wir abends ausgehen, gebe ich mir natürlich Mühe mit meinem Aussehen. Da will ich ihm schon gefallen.

In was fühlen Sie sich sexy während eines romantischen Abends?

Hohe Schuhe müssen es bei mir schon sein. Schließlich bin ich nicht die Größte. Ich kann inzwischen in hohen Schuhen fast besser laufen als in flachen.

Ihr Freund hat jüngst verraten, dass es mutig von ihm sei, mit Ihnen zusammen zu sein. Finden Sie das auch?

Ja, denn ich weiß, wie er das gemeint hat. Da ging es nicht um mich als Person, sondern um meine Berühmtheit. Ein Leben in der Öffentlichkeit muss man verkraften und mögen. Vor allem in einer Beziehung ist das hart – weil wir in guten wie in schlechten Zeiten im Fokus stehen. Seine Privatsphäre zu wahren ist da nicht leicht und wir sind angreifbarer als normale Paare.

Berühmt hat sie nicht zuletzt der „Tatort“ gemacht. Was halten Sie eigentlich von den vielen neuen „Tatort“-Teams?

Ich habe die Befürchtung, dass das Publikum sich nicht mehr so gut mit den einzelnen Kommissaren identifizieren kann. Schließlich können die einzelnen Kommissare jetzt gar nicht mehr als einen „Tatort“ im Jahr machen. Dadurch gehen die Geschichten rund um die Arbeit der Charaktere verloren.

Auch zur Frauenquote haben Sie eine Meinung und setzen sich öffentlich im „Focus“ dagegen ein.

Genau. Weil ich finde, dass das ein absoluter Rückschritt ist. Im Leben muss sich Qualität durchsetzen. Ich möchte doch einen Job nicht bekommen, nur damit die Quote stimmt.


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