Fashion Week Berlin So sah's Selina

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5 Tage Berlin, 4 Tage Mercedes-Benz Fashion Week- ein Traum für jeden. AMICA Online schickte Modestudentin Selina zur Berliner Modewoche. Ihr Bericht exklusiv an dieser Stelle.
Text: Selina Friedmann
© privat

Tag 1

Die Stimmung war aufgeladen, als wir Donnerstag kurz vor 13 Uhr den Bebelplatz erreichten. Gleich die erste Show der Mercedes- Benz Fashion Week, Lala Berlin, steigerte die allgemeine Begeisterung.

Leyla Piedayesh, die Designerin des Labels bestach in ihrer Kollektion „Wild West Trapper“ mit ausgelassenen Kombinationen von groben und feinen Materialien wie Strick und Seide. Die weibliche Silhouette betonte sie durch meist schwarze, edle, glänzende und leichte Materialien und femininen Schnitten. Auch die Anwendung von Strick lockte bei dem Betrachter keine Langweile hervor, vielmehr forderte dessen grobflächige Anwendung die Fantasie des Betrachters heraus. Farbliche Akzente setzte Piedayesh beispielsweise durch eine rote Strickjacke mit schwarzer Lederblende.

Enttäuschung bei Lac et Mel

Die Show von Lac et Mel hingegen enttäuschte durch zurückhaltende Designs, die den Zuschauer nicht mehr überraschen konnten. Die Schnitte und Materialien hoben sich nicht hervor, auch die Farbwahl wirkte eher trist und phantasielos.
© privat
Das geplante Treffen mit Model Julia Stegner hob die Stimmung allerdings sofort wieder. Julia stellte sich als unkomplizierte liebenswerte junge Dame heraus, mit der wir gerne noch etwas länger über New York oder Lieblingsmaterialen von Klamotten geplaudert hätten. Denn wie das Model verriet lässt sich ihr Privatleben nur noch schwierig unter einen Hut bringen mit dem Freund in New York und Familie in München. Sie trägt übrigens, neben Jeans und Kapuzenpulli, am liebsten Stücke aus feinen Materialien wie Seide und Chiffon und war sich mit uns einig, dass die Designs von Lala Berlin besondere Perlen sind.

Experimentierfreude bei Strenesse Blue

Strenesse Blue bot eine sehr abwechslungsreiche Kollektion und zeigte sich experimentierfreudiger bezüglich Muster und Farbe. Die üblichen Schwarz- und Grautönen wurden mit türkis-, senf-, rost- und beerfarbenen Farbtupfern verbunden. So glänzte beispielsweise ein brombeerfarbener Strickpullunder kombiniert mit leichten, grauen Materialien. Auch diese Kollektion wurde von Kontrasten geprägt. So wird in diesem Winter das Oversized Jacket mit filigranen Materialien kombiniert.

Die Models wurden oft mit Hut auf den Laufsteg geschickt und auch ausgefallene Materialien wie Fell und Samt fehlten nicht im Repertoire. So beispielsweise ein schwarzes Schwanenkleid, bestehen aus einem Trikotoberteil und einem Felltutu.
Die abschließende Veranstaltung des Tages raubte vermutlich allen Zuschauern den Atem. Die beiden Designerinnen von Kaviar Gauche schickten uns märchenhafte, elfengleiche Erscheinungen auf den Laufsteg, welche bekleidet einzig mit einem hautfarbenen Slip und kunstvollen Haar- und Fellarrangements die Blicke auf sich zogen. Sicherlich war dies eine unvergessliche Show – jedoch bleibt zu fragen, ob den Taschen gebührend viel Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

Das anschließende Dinner von Lac et Mel rundete unseren Tag ab.
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So sah's Selina
Matti  |  17.02.2009, 09:43
Hat Amica kein Geld mehr?
Ich finde es nicht angemessen und auch sehr bedenklich, dass die AMICA eine Mode(!)studentin als Reporterin zur Mercedes-Benz Fashion Week nach Berlin schickt. Wo sind die richtigen Journalisten geblieben, die fundiert über Mode schreiben?! Mode ist derart subjektiv, dass es einer fachlichen Beurteilung bedarf, wenn diese Meinung schon über eine Plattform wie diese öffentlich gemacht werden soll.
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