Frühjahr/Sommer 2012: Giorgio Armani Mondschein-Reigen
Mit schimmernden Texturen und grandiosen Schnitten schuf Giorgio Armani eine leuchtende Kollektion, die am Design-Himmel ihres Gleichen sucht. Stiller Applaus für den Meister der Formgebung.
Text: Lisa Leinweber
Giorgio Armani ist ein Mann der klaren Linien. Dabei zelebriert der Designer nicht wie viele andere überwogenden Prunk, schillernde Pailletten und niemals enden wollende Stoffbahnen, sondern besinnt sich auf das Wesentliche – das Profil der Trägerin.Als sei er verliebt in die diffizilen Schnittformen und daraus resultierenden Silhouetten, widmet er sich bei jeder Kollektion aufs Neue der perfekten Form. Stolz betonte er die gefundenen Schnittmuster in seiner aktuellen Kollektion der Emporio-Armani-Linie mit einem filigranen schwarzen Saum.
Bei der aktuellen Frühjahr-Sommer-Kollektion von Giorgio Armani lassen sich neue Prallelen zu einem bekannten Komponisten ziehen. Besessen von der immerwährenden Such nach der „Unsterblichen Geliebten“ fand Ludwig van Beethoven Trost in seiner Arbeit und komponierte schließlich die weltbekannte „Mondschein-Sonate“ für die italienische Gräfin Giulietta Guicciardi. Giorgio Armani hat seine Liebe schon längst gefunden und widmet sein Schaffen deren fortwährender Formgebung durch die neuesten Kreationen. Ähnlich wie Beethoven, scheint der Designer nun dem glitzernden Mondlicht verfallen zu sein.
Cobalt, Perlmutt und Carbon
Durch edles Satin und zartschimmernde Seide schimmern die Looks mit den Gestirnen um die Wette. Von Kobalt über Perlmutt bis hin zu Carbon reicht die elegante Farbpalette.Gesponnen aus feinsten Mondstrahlen scheinen die Kleider gar aus einem Guss zu bestehen und werden um die Taille zentriert, wohin auch die glänzenden Hosen im nächsten Frühjahr reichen. Sowieso kombiniert Giorgio Armani Hosen, Kleider, Röcke und Blusen wild durcheinander, wodurch bei gleicher Textur der Materialien ein eleganter Business-Look entsteht.
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