Herbst/Winter 09/10: Salvatore Ferragamo Eleganz der alten Zeit

 

Die Herbst-Winter-Kollektion von Salvatore Ferragamo ist gleichermaßen hochgeschlossen elegant und provokativ sexy. Designerin Cristina Ortiz kombinierte den Charme der Vierziger mit der Offenheit des neuen Jahrtausends.
Text: Markus Weiß
“Ich freue mich, für so ein bekanntes italienisches Label zu arbeiten“, wurde Cristina Ortiz vor knapp anderthalb Jahren in einer Pressemitteilung zitiert. Zu dem Zeitpunkt war klar: Die erfolgreiche Designerin und Mutter von zwei Kindern wechselt von Brioni zu Ferragamo.

Sie sollte frischen Wind in das ambitionierte Modehaus bringen, das seine Position auf dem internationalen Markt stabilisieren und erweitern wollte. Nach zwei Kollektionen, die in der Fachpresse eher als „verrufen“ denn „weiblich“ galten, ging die Italienerin auf Nummer sicher und holte sich für den kommenden Winter Inspiration aus der Vergangenheit.
Hochgeschlossen & sexy
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Es ist die dritte Kollektion, die Cristina Ortiz für das Label Salvatore Ferragamo entwirft, und geht es nach ihr, begibt sich die modebewusste Frau auf eine Zeitreise in die Vierzigerjahre. Während Christopher Bailey es mit hochtaillierten Kleidern in die goldenen Zwanziger verschlug, konzentriert sich Ortiz auf feminine Outfits mit Bleistiftrock und Kleider mit geschickter Drapierung.

Je weiter ihre Präsentation im Mailänder Palazzo Mezzanotte fortschritt, desto mehr Haut an den Models war Ortiz bereit zu zeigen. Trotz des vermeintlichen Stilbruchs zu den hochgeschlossenen Ensembles vom Beginn der Show: Die durchsichtigen Oberteile harmonierten erstaunlich gut mit der bereits gezeigten Kollektion. Sie kombinierte die durchscheinenden Tops mit langen Röcken oder kurzen Jacketts.

Bei den Farben schwankte Ortiz zwischen kräftigem Rot und Violett, konzentrierte sich aber meist auf dunkle Töne wie Blau und Schwarz.
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