Frühjahr/Sommer 2012: Narciso Rodriguez In künstlerischen Sphären

 

Scheinbar schwerelos schwebten die Models bei Narviso Rodriguez über den Laufsteg. Mit einem zurückhaltenden und konstruktivistischen Ansatz machte er Kleider zu Kunstwerken.
Text: Lisa Leinweber
Zu seinen neuen Kreationen wurde Narciso Rodriguez von dem koreanischen Künstler Kim Joon, der sich hauptsächlich mit konstruktivistischen Skulpturen beschäftigt. Dabei verbindet er moderne Print-Techniken mit der Form von menschlichen Körpern. Organische, fast schon lebendige Kunst entsteht.

Ähnlich wie nun bei Narciso RodrigueZ: Der Designer vereinte bei der aktuellen Kollektion wieder einmal optische Eindrücke mit damit verbundenen Emotionen.

So wird beim Betrachten der Models, gestylt mit strengen Sleek-Looks in bunten Farben und kosmischen Make-ups, die Kunst von Kim Joon neu interpretiert und zurückgespiegelt. Parallelogramme, Dreiecke, und Quadrate – Narciso Rodriguez spart nicht mit geometrischen Figuren. Auf diese Weise schlägt der amerikanische Designer eine Brücke in die Welt der Kunst und Architektur.

Dennoch muss man die Kunst des Japaners nicht kennen, um von den Kreationen bewegt zu sein. In der berauschend-fremdartigen Kollektion fügen sich Satin und Seide zu schlichten Kleidern im Kimono-Stil zusammen. Als Farben wählte Rodriguez neben dem allgegenwärtigen Schwarz und Weiß zusätzlich Silber, Citrus und Hellblau.

In diesen leicht wirkenden Kombinationen schienen die Models scheinbar schwerelos über den Catwalk zu schweben.
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