Frühjahr/Sommer 2012: Balmain Neues Spiel, neuer Style

 

Als neuer Chefdesigner setzt der junge Olivier Rousteing teils auf spanische Schnittkunst, teils auf Glamour à la Las Vegas. Und gewinnt mit Balmain tyischen Looks!
Text: Lisa Leinweber
Olivier Rousteing hatte zwei Jahre lang die Gelegenheit, alles über Balmain und den Pariser Modezirkus zu lernen. Nun musste der 25-Jährige als Nachfolger von Christopher Decarnin beweisen, dass er in diesen Lehrjahren seinen eigenen Stil gefunden hat, der jedoch nicht die Geschichte des französischen Labels unterwandert. Rousteing glückte der neue Einstieg mit einer jugendlichen Kollektion, die Balmain um kreative Facetten erweitert.

Mit einer „Mischung aus spanischer Schneiderkunst und dem Glamour von Las Vegas“ gelang es ihm, dem von Decarnin eingeführten „Rock-Chick“-Style eine neue Note zu verpassen. So behielt Rousteing zwar die verführerisch engen Silhouetten bei, wertete diese jedoch mit opulenten Gold-Details wirkungsvoll auf.

Um die Schnittformen nicht aus dem Blick zu verlieren, beschränkte sich der Newcomer auf elegantes Schwarz oder Weiß, verziert mit glitzernden Nieten, Pailletten oder Stickereien. Durch deren geometrische Anordnung wurden weibliche Kurven zusätzlich betont.

Eines der Models trug den eintätowierten Schriftzug „Eternity“ auf dem Unterarm. Zwar ist noch abzuwarten, ob Rousteings Couture irgendwann Kultstatus erlangt und „ewig“ wird, aber der erste Schritt ist schon getan. Die neue Frühjahr-Sommer-Kollektion 2012 von Balmain vermittelt traditionelle Kontinuität mit einem frischen Hauch neuer Ideen.
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