Frühjahr/Sommer 2012: Chanel Schneeweißchen unter Wasser
In mattes Weiß tauchte Karl Lagergeld bei seiner Pariser Show die Tiefen der Meere und seine Models. Das Ergebnis? Wie Perlen schimmernde Stoffe, Rüschen wie Annemonen und kühle Eleganz.
Text: Veronika Schaller
Karl Lagerfeld gilt als Meister der Inszenierung. Seine neusten Kreationen – diesmal mehr als 70 Looks – umhüllt er stets mit einer wahrhaftigen Show. Wir erinnern uns: Nach einer Schlossparklandschaft hatte er unter der Glaskuppel des Pariser Grand Palais zuletzt eine mystische Steinatmosphäre geschaffen.So verwandelte er den Laufsteg für die Präsentation seiner Frühjahr-Sommer-Kollektion 2012 in eine schneeweiße Unterwasserwelt mitsamt Korallen- und Seepferdchenskulpturen. Als Überraschung sang, wie passend, Florence Welch von der englischen Band „Florence and the Machine“ ihren Song „What the water gave me“ und entstieg einer überdimensionalen Muschel.
Auch bei seinen Kleidern ließ sich der Designer vom Wasserthema treiben. Stoffeinsätze erinnerten an Schuppen, Rüschen an wogende Seeanemonen und Muster waren von Schwämmen und Algen inspiriert. High-Tech-Materialien schimmerten wie Perlen oder sahen aus wie nass. Die Perlen selbst – ein Markenzeichen des Labels – zierten nackte Rücken oder schlangen sich um Taillen.
Außerdem typisch Chanel waren kastige Tweedjacken. Alles in allem: eine echte Perle von Kollektion!




















