„Dümmlich, zu schwer, grell"So fies lästerte Wolfgang Joop über Heidi Klum

von AMICA Online Autorin
Alle Infos zu Kristina: oder folge mir auf
© dpa/Arno Burgi
Wolfgang Joop kann nicht ohne Handy.

 Heidi Klum will nicht mehr in Dessous über den Laufsteg stolzieren. Schade! Aber Grund genug, sich nochmal an ihren superheißen Auftritten der Vergangenheit zu erfreuen. „Wie ein weißer Elefant“, „wie ein aufgepimpter Cadillac“, „geradezu dümmlich“ – mit so scharfen Worten urteilte Wolfgang Joop noch vor wenigen Jahren über seine neue Kollegin Heidi Klum. Zum Start der neunten Staffel von „Germany’s next Topmodel“ versucht der Jury-Neuzugang die Wogen zu glätten und seine Lästerattacken von damals zu erklären – keine leichte Aufgabe für den Modedesigner. Schließlich stellte er nicht nur Klums Modelqualitäten infrage, sondern kritisierte auch das Konzept und Ziel der Casting-Show. Heidi Klum hätte in ihrer eigenen Sendung keine Chance, „auf gar keinen Fall“, urteilte Joop 2009 in der „Bild“-Zeitung. „Sie ist kein Laufsteg-Model!“, sagte er. Heidi Klum sei einfach zu schwer, habe vielleicht sogar zu viel Oberweite. Und sie grinse geradezu dümmlich, lauteten seine Begründungen. Ein Jahr zuvor mutmaßte Joop sogar, dass am Körper der Topmodel-Mama nicht viel echt sei. „Alles sieht so aus, als hätte sie der Natur ein Schnippchen geschlagen. Wie am Computer gestreckt, geschönt, geglättet.“, sagte er in einem Interview mit der „Bild“ vor fünf Jahren. Alles an ihr wirke übertrieben, „von allem zu viel, zu grell, zu präsent, wie ein aufgepimpter Cadillac“, lästerte Joop damals.

Wer hat sich durchgekämpft von Heidi Klums Mädels aus "Germany's next Topmodel"? Auf der Fashion Week Berlin H/W 14/15 laufen nicht mehr allzu viele. Vor allem Luisa Hartema und Rebecca Mir sind gefragt.Sein vernichtendes Fazit: „Heidi ist ja schön – aber so, dass es schon wieder komisch wirkt. Wie ein weißer Elefant oder der Mount Everest. Einfach zu groß – und für einen normalen Mann schwer zu besteigen.“ Ganz schön harter Tobak, den Joop da von sich gab. Und auch dem Konzept von „Germany’s next Topmodel“ erteilte er einst seine klare Absage: „Dieser Exhibitionismus und dieses Vorführen junger Mädchen ist nicht mein Stil“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Und: Klum hätte ihn gerne in der Show, er habe jedoch abgelehnt, da das Format nicht zu ihm passe. Zwei Jahre später versucht der Neu-Juror bei „Germany’s next Topmodel“ seinen krassen Sinneswandel zu erklären. Wegen des gestiegenen Interesses an Castingshows sei es wichtig, jungen Mädchen einen realistischen Einblick ins Modelbusiness zu geben, erklärte er in der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“. "Ich habe eine starke pädagogische Verantwortung “, sagte der 69-Jährige. Schließlich sei er selbst Vater von zwei Töchtern. Ach Kollegin Klum gegenüber stimmt Joop jetzt überraschend sanfte Worte an und lobt die 40-Jährige sogar in den höchsten Tönen: „Heidi ist fantastisch. Ich bewundere sie dafür, als Deutsche weltweit ein Superstar zu sein. Sie und ich haben es international geschafft. Und dafür gebührt Heidi äußerster Respekt!“, sagte Joop gegenüber „Bild“.

Von Null auf 100: Diese sieben Topmodels sind seit Jahren im Geschäft - und machen immer noch eine mehr als gute Figur! Doch der Einstieg ins Business war nicht für jede leicht.Und er versucht seine Lästereien von damals zurechtzurücken: „Sie ist eine großartige Entertainerin, aber sie war nie ein Fashionmodel, dafür hat sie viel zu viel Persönlichkeit. Sie repräsentiert die Supermodel-Garde. Sie ist – auf Deutsch gesagt – das Übermodel! Ich habe das auch immer so gemeint“, sagte Joop jetzt, kurz vor Start der neuen „Germany’s next Topmodel“ - Staffel. Klar, da wurde der Designer mit dem losen Mundwerk wohl einfach jahrelang missverstanden. Was seine Erwartungen am Model-Nachwuchs betrifft, hatte der Mode-Zar auch schon immer klare Vorstellungen: „Sie muss wirken wie eben erst entdeckt. Als ob sie sich für ihr Aussehen und ihre Kleidung gar nicht interessiert. Ich nehme nur Models, die höchstens seit einem Jahr laufen. Sie haben noch diese gewisse Zerbrechlichkeit, die Kate Moss ein Leben durchgehalten hat. Und Tilda Swinton ist mit ihrer Androgynität das perfekte Gegenbeispiel zur Superfrau Heidi Klum.“ Ein gutes Model habe keine Haar-Extensions, keine falschen Fingernägel, keinen falschen Busen und keine aufgespritzten Lippen. Bleibt nur zu hoffen, dass Joops Vorstellungen von 2008 nicht auch schlichtweg missinterpretiert wurden.