Germany's next Topmodel – 4. FolgePeinliche Stürze vor Irina Shayk

„In dieser Woche wird bei Germanys next Topmodel top gelaufen“, kündigt Heidi Klum an und fügt dann hinzu „Na ja, vielleicht nicht ganz so top, aber am Ende der Sendung sollen meine Mädchen jeden Laufsteg meistern“. Die Aussage „nicht so top“ ist sogar noch untertrieben. Denn obwohl Irina Shayk, Freundin von Fußballstar Cristiano Ronaldo und Victoria’s-Secret-Engel, ihren Kandidatinnen Beine machen soll, zieht die Jury am Ende lange Gesichter. Die 27-Jährige – laut Anna Maria „hübscheste Person, die ich jemals gesehen habe“ – ist engagiert für den so genannten „Sexy Walk“ und ordnet gleich auf der Busfahrt zur Location Powackler an. Heißt: Die Mädchen müssen tanzen, was für Jacqueline besonders schwierig ist. Denn sie war noch nie in einem Club. Außerdem gibt Irina Shayk den Mädchen einen Tipp: „Ihr müsst euren Körper lieben und lernen ihn zu bewegen.“ Nicht sonderlich konkret, aber Recht hat sie.

Heidi wäre außerdem nicht Heidi, wenn sie den Mädchen nicht ein paar Steine in den Weg legen würde. Den sandig-steinigen „Catwalk“-Untergrund eines Canyons meistert Profi Irina Shayk zwar scheinbar locker, gibt aber zu, dass er selbst für sie eine Herausforderung sei. Stolperer und Knickser sind da vorprogrammiert, am Ende gibt es sogar blutige Knie (siehe unter Punkt „Fremdschäm-Situation“) . Überhaupt ist das Laufen großes Thema dieser Sendung. So geht es weiter mit dem Prêt-à-porter-Stil am Salvation Mountain, einer bunten Kunstinstallation im kalifornischen Hinterland. Hier ist Überraschungsgast die Kanadierin Interview mit Jessica Stam - „Ich liebe Currywurst!“, sie gehört zu den 25 bestverdienenden Models weltweit.

© AFP
Topmodel Jessica Stam bei der Pariser Fashion Week im März 2013

„Den Kopf nach oben nehmen und immer nur kurz auf die Stufen linsen. Die Arme einfach hängen lassen. Simpel.“, weist sie die Mädchen an. Doch Anna Barbara hoppst zu viel, Leonie ist beim Posieren übereifrig, Sophie hat Höhenangst und schleicht deshalb. Am besten machen das hier Luise, Anna Maria und Sophie.

Letzte Herausforderung ist in dieser Folge von „Germanys next Topmodel“ Haute Couture mit dem Thema Asien. Hier hilft das ebenfalls sehr gefragte (und wahre) Topmodel Chanel Iman. Sie macht den Kandidatinnen eindrucksvoll vor, wie der stolze „Walk“ funktioniert. Anna Barbara wirkt dabei zickig und braucht ein paar Extrastunden. Das sollte sich später rächen. Hier die Details zur Show in Kategorien:

Kreischfaktor:
Niedrig. Es ist Depri- und Meckerzeit. Selbst als die Star-Models auftauchen, lächeln die Mädchen nur und freuen sich tonlos.

Fremdschäm-Situationen: Oh wie gut, dass es Jacqueline gibt. Das bibelfeste Mädchen ist eigentlich schüchtern, verblüfft aber mit super Fotos. Und auch ihr Handeln lässt schmunzeln. Kritik der Jury notiert sie sich in einem Tagebuch und hakt das jeden Tag ab. Zum Beispiel, dass sie sich täglich unter den Achseln rasieren muss. Sie sagt „Ich bin von Natur aus sehr ehrgeizig“. Nehmt euch in Acht, liebe Haare!

Au, auua, aaaaaaauuuuu! Beinahe schlimmer als die Ringkampf-Szene in Quentin Tarantinos „Django Unchained“ ist der Walk über den sandigen Canyon-Boden. Jacqueline knickt gefühlte 80 Mal hintereinander um, kann sich gerade noch fangen. Janna stakst, als würde sie auf rohen Eiern laufen. Dabei war die Jury bei der 19-Jährigen besonders zuversichtlich gewesen. Und Anna Maria fällt nicht nur einmal, sondern zweimal hintereinander auf die Knie. Es fließen zwar keine Tränen, aber Blut.

© REUTERS

Fieseste Heidi Kommentare: „Du bist von der Hüfte so wie ich – gebährfreudiges Becken hat man mir früher gesagt“, sagt das Topmodel zu Christine. Na ja, das ging auch gegen sie selbst. Weil Janna den Mund auf dem Catwalk ständig öffnet und wieder schließt, erklärt Heidi: „Da haben wir wieder den kleinen Goldfisch!“

Außerdem nimmt sie allen Mädchen ganz streng deren Reiseproviant ab – Weißbrot. Stattdessen gibt es echtes Topmodelessen: Paprika und Karotten.

Drama-Queen: Die 18-jährige Luise zweifelt an ihrem GNTM-Dasein. Sie findet den Druck jetzt schon zu groß. Beim Laufen wirkt sie also wie ein Trauerklops auf Stelzen. Sie jammert: „Ich weiß auch nicht, was mit mir los ist. Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht so oft mit meiner Familie telefonieren kann.“ Heidi tröstet: „Wir sind doch jetzt deine Familie. Wenn du jemanden zum Drücken brauchst, komm zu mir“. Das scheint zu helfen. Beim Prêt-à-porter-Training gehört sie zu den zwei Favoritinnen.

Zickerei der Woche: Anna Maria sagt in die Handykamera, dass sie an dem Tag zwar die beste gewesen sei, aber keiner für sie geklatscht hätte. „Die gönnen mir das wohl nicht“, meint sie trotzig, während die anderen daneben sitzen.

Schöner Model-Moment:
Die letztes Mal erstellten Sedcards sind an potentielle Kunden gegangen, eine asiatische Designerin bucht GNTM-Kandidatin Carolin direkt vom Papier für ihre Fashion Show in Hongkong. In ihre Sommersprossen hat sie sich vom Fleck weg verliebt. Das Model ist erst erschrocken, „weil ich gar nicht so gut laufen kann“. Die Befürchtung, sie könne Heidi enttäuschen und am Ende rausfliegen, bestätigt sich jedoch nicht. Vor den 2000 Zuschauen schlägt sie sich gut, obwohl die Schuhe drücken. „Sie sah super und natürlich aus“, schwärmt die Designerin anschließend. „Das war sehr einnehmend, wir würden Sie auf jeden Fall wieder buchen.“

Überraschung: Wahre Begeisterungsstürme löst die kurzhaarige und extrovertierte Sophie nach ihrem Haute-Couture-Walk im Geisha-Stil aus. Selbst Chanel Iman ist von ihren Posen begeistert: „Das war so aufregend“, sagt sie. Sophie muss aber aus privaten Gründen leider nach Hause fahren. „Ich werde dort gebraucht“, sagt sie. „Aber ich danke euch trotzdem für die tolle Zeit“. Vor allem Thomas Hayo ist enttäuscht. „Das ist eine Schande“, sagt er. „Sie hat sich so toll entwickelt und hatte viel Potenzial.“

AMICA-Favoritinnen: Luise, wenn sie mal gute Laune hat. Weil sie beim Prêt-à-porter-Walk mit ihrem Augenaufschlag und ihren langen Beinen unsere Aufmerksamkeit eroberte. Carolin, weil auch wir verschossen in ihre Sommersprossen sind. Und Anna Maria ist irgendwie bei jeder Aufgabe toll.

Abgang des Abends:
Wackelkandidatin Christine darf weiter. „Wenn sie mehr Pfeffer und Elan hätte, könnte sie echt weit kommen“, kommentiert Heidi. Bei Maike steht es zwei zu zwei, Heidi und Enrique Badulescu wollen, dass sie weiter kommt, weil sie auf Fotos so gut aussieht. Thomas Hayo und Chanel Iman sind aufgrund ihrer schlechter Lauffähigkeiten dagegen. Aber die Model-Mama setzt sich selbstverständlich durch. „Ich bin keine gute Verliererin“, erklärt sie. Auch Janna schafft es in die nächste Runde. Nur für Anna Barbara, der Zicke beim Haute-Couture-Training, hat Heidi heute leider kein Foto. Sie muss „Germanys next Topmodel“ verlassen.

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