"GNTM"-Juror Enrique Badulescu verrät"Luise ist meine Favoritin"

von AMICA Online Autorin
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Star-Fotograf Enrique Badulescu präsentiert die limitierte Bandana Kollektion „Enrique Badulescu by CODELLO“ im neuen Flagship-Store in München.

Star-Fotograf Enrique Badulescu präsentiert die limitierte Bandana Kollektion „Enrique Badulescu by CODELLO“ im neuen Flagship-Store in München.
Wer wird Germany’s next Topmodel 2013? Heute Abend kämpfen die vier Finalistinnen um den Titel. Im Februar ging die achte Staffel der Castingshow auf Sendung, unter anderem mit Jury-Neuzugang Enrique Badulescu. Der Fotograf war schon in den vergangenen Jahren in der Sendung zu sehen, bei Shootings rückte er Heidi Klums Modelnachwuchs ins rechte Licht. Vor kurzem stand der 51-Jährige zum ersten Mal selbst im Mittelpunkt. In München hat der bekennende Bandana-Träger seine erste Tuchkollektion für das Label Codello vorgestellt und will damit sein Markenzeichen - das Nikituch, das er sich um den Kopf bindet - auch nach Deutschland bringen. Im Interview mit AMICA Online erklärt er sein Markenzeichen und warum er bei manchen Zickereien der Topmodels ein Auge zudrückt. Übrigens: Seine Favoritin für das "GNTM"-Finale hat er auch verraten.

 

AMICA Online: Warum schlingen Sie sich immer ein Tuch um den Kopf?

Enrique Badulescu: Ich trage Bandanas eigentlich immer und überall. Zu Hause, unterwegs, nur nicht im Bett – und das seit 27 Jahren. Wenn ich als Fotograf zum Beispiel am Strand Shootings hatte und es sehr heiß war, lief mir der Schweiß in die Augen - dann ist es sehr schwierig zu fotografieren.

 

Wie wichtig ist es denn, in der Modebranche ein solches Markenzeichen zu haben, das einen von anderen abhebt?

Sehr. Ich werde hier in Deutschland immer am Bandana erkannt, nicht wegen meines Gesichts. Ohne Tuch würden mich die meisten nicht erkennen. Vielleicht noch an meiner langen Nase. So kann mich niemand verwechseln, aber ich trage es ursprünglich ja nicht deshalb.

 

Können wir die Tücher auch im GNTM-Finale bewundern?

Ja, auf jeden Fall! Auf meinem Kopf, nirgendwo anders. Aber vielleicht bekommt die Gewinnerin von mir danach auch ein Tuch geschenkt.

 

Wer sollte denn Ihrer Meinung nach gewinnen?

Meine Favoritin ist Luise. Anna Maria fand ich auch toll, und Lovelyn. Eigentlich sind alle toll.

 

Glauben Sie, dass alle Finalistinnen Chancen auf eine Modelkarriere haben?

Ja, das denke ich schon. Auch Maike. Ich habe erfahren, dass manche sie nicht so gerne mögen, aber ich verstehe gar nicht, wieso. Sie kommt auf Fotos unglaublich gut rüber.

 

Vielleicht liegt das ja daran, dass sie eher als Zicke gilt.

Ich glaube, dass die Leute sie ganz anders sehen, als sie eigentlich ist. Maike ist sehr ehrlich und authentisch, sie sagt, was sie meint. Das finde ich toll, weil das in unserem Beruf nicht immer so ist. Viele möchten sich anpassen, damit viele Leute sie mögen und deshalb sagen sie nur, was von ihnen verlangt wird.

 

Was darf ein Model auf gar keinen Fall tun?

Meckern! Das kann man sich nur erlauben, wenn man den Job auch richtig gut machen kann.

 

Die angehenden Topmodels, allen voran Anna Maria, haben zum Beispiel bei Shootings mit Männern oder Nacktshootings ganz schön gemeckert. Können Sie als Fotograf das verstehen?

Na ja, ich kann mir dazu schwer eine Meinung bilden. Ich kann mir schon vorstellen, wenn du ein junges, zartes Mädchen bist und da kommen diese Männer und tragen dich herum, dass sie da Probleme damit haben.

 

Gibt es trotzdem einen Unterschied zu professionellen Models in New York zum Beispiel oder in Mexiko?

Eigentlich nicht. Die machen das alle ganz toll. Bei Castings in New York zum Beispiel, da sind die Mädchen oft gerade mal 15 oder 16 Jahre alt und kommen aus Brasilien oder aus Russland. Die sind viel jünger als die "GNTM"-Mädels. Die Finalistinnen sind dementsprechend schon sehr professionell. Jede fängt eben mal jung an, und kann nicht sofort superprofessionell sein. Manchen fällt das aber auch leichter, als anderen. Zum Beispiel Lovelyn: Für sie ist vor der Kamera alles easy, das ist ihre Leidenschaft und ihr Charakter. Andere machen sich dagegen zu viele Sorgen, die denken zu viel nach.

 

So wie Luise?

Luise bewegt sich inzwischen auch total natürlich vor der Kamera. Am Anfang war das ein bisschen schwieriger. Sie hat es so weit geschafft, weil sie sehr schön ist, aber auch, weil sie sich sehr gesteigert hat.

 

Was hat sich für Sie geändert, seit Sie Juror bei "GNTM" sind?

Nicht viel. Ich hatte eine gute Zeit, habe ganz andere Eindrücke bekommen, tolle Leute kennengelernt und bin viel gereist. Eigentlich saß ich die ganze Zeit im Flieger.

 

Und wie war die Zusammenarbeit mit den anderen Jury-Mitgliedern?

Mit Heidi war es toll zu arbeiten. Mit Thomas auch. Ich war erstaunt, wie gut die immer drauf waren. In meinem Beruf als Fotograf sind die Leute nicht immer so gut gelaunt, obwohl der Produktionsaufwand lange nicht so groß ist. Ich habe keine Ahnung, ob ich den Job nächstes Mal wieder machen werde. Das kommt auf die Quoten an und darauf, wie ich als Juror angekommen bin. Wenn ich noch einmal in die engere Auswahl komme, dann wird wahrscheinlich so eine Umfrage gestartet: „War der verrückte Mexikaner gut, oder nicht?“.

 

Wie wollten Sie denn gerne beim Publikum ankommen?

Ich wollte einfach so sein, wie ich bin. Ich komme nur mit ein paar Klamotten. Den einzigen Sachen, die ich gerne anziehe. So bin ich bei Fotoshootings, so bin ich bei meinen Töchtern, bei meiner Familie und auch in der "GNTM"-Jury. Ich hatte keine Strategie. Das war eher wie beim Skydiving letztes Jahr, ich bin einfach gesprungen - und es war toll!