Heidi Klums Laufstegtrainerin im Interview„Claudia Schiffer läuft wie ein Brauereipferd“

von AMICA Online Redakteurin
Alle Infos zu Veronika: oder folge mir auf

© ProSieben/ Oliver S.

Richtig laufen? Das können die meisten Menschen spätestens so mit zwei Jahren - möchte man meinen. Denn jede Folge von „Germany's next Topmodel“ beweist aufs Neue: Wer modeln will, muss die Sache mit dem Laufen oft erst noch lernen. Genau darum kümmerten sich in den vergangenen Staffeln Paradiesvögel wie Bruce Darnell, Jorge Gonzalez oder aber auch mal Model-Mama Heidi Klum höchstselbst. Doch in der aktuellen, neunten Staffel von „Germany's next Topmodel“ steht ein neues Gesicht neben dem Catwalk: Macon Reid heißt die neue Laufsteg-Trainerin, die den Mädels Feuer unterm Hintern macht. Der schöne Runway-Profi arbeitet seit Jahren selbst erfolgreich als Model. Zwischen Terminen in New York und Paris sprach sie mit AMICA Online über den perfekten Walk, Claudia Schiffers Laufsteg-Talent und darüber, warum sie vor der ersten Begegnung mit Heidi Klum ganz schön Bammel hatte.

Gerade läuft schon die neunte Staffel von „Germany’s next Topmodel“. Wie lange wird es die Show noch geben?
Die Zuschauer haben ganz bestimmt noch lange Lust drauf. Allerdings müsste man Heidi Klum fragen, wie lange sie die Show noch machen möchte (lacht). Für die nächsten Staffeln hätte ich aber eine Idee: Es sollten auch mal ein paar Männer-Models mitmachen. Es gibt so viele schöne Männer da draußen, die sollten auch ein Sprungbrett in die Modelbranche bekommen.

Sie selbst haben es in dieser Branche schon geschafft, arbeiten erfolgreich als Model. Hätten Sie am Beginn Ihrer Karriere bei „Germany’s next Topmodel“ mitmachen wollen?
Eine gute Freundin von mir hat sich bei „Australia’s next Topmodel“ beworben. Ihre Karriere hat dadurch ordentlich Schub bekommen. Als „Germany’s next Topmodel“ dann in Deutschland anfing, war ich als Model aber schon bekannt und etabliert. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass die Show zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gut für meine Karriere gewesen wäre.

Das müssen Sie genauer erklären …
Ich denke, dass die Show jungen Mädchen, die Model werden wollen, viel bringen kann. Aber an dem damaligen Punkt meiner Karriere hätte ich vermutlich eher Nachteile gehabt. Ich wollte jede Saison bei den Designern präsent sein. Wenn du einmal fehlst, fragen die nicht mehr nach dir. Durch eine Show wie „Germany‘s next Topmodel“ wäre ich eine Weile ausgefallen.

Mal angenommen, Sie hätten doch mitgemacht. Vor welchem Juror hätten Sie die meiste Angst gehabt?
Thomas Hayo. Er ist schon kritisch. Er weiß genau, was ein Kunde von einem Model verlangt. Seine Kritik würde ich mir deshalb zu Herzen nehmen.

Wer hat eigentlich entschieden, dass Sie die neue Laufsteg-Trainerin in der Show werden? Heidi Klum selbst?
Ich denke schon, dass sie zumindest mitentschieden hat. Als Host der Show muss sie sich wohlfühlen mit ihrem Team. Sie will ein bestimmtes Niveau. Sie will, dass die Leute, die mit ihr arbeiten, etwas können. Mit mir war sie anscheinend sehr zufrieden.

Sie hatten also einen guten Start. Wie lief die weitere Zusammenarbeit?
Wir haben uns beim ersten Laufsteg-Training in Singapur kennengelernt. Ehrlich gesagt hatte ich ein bisschen Angst. Ich wusste ja nicht, ob wir gleich eine gemeinsame Ebene finden würden. Aber dann lief alles super und Heidi war wahnsinnig nett. Und sie hat mir ein großes Kompliment gemacht: Heidi Klum meinte, dass sie bei den weiteren Trainings nicht dabei sein muss, weil ich weiß, was ich tue. Da ist also ein großes Vertrauen da.

© AFP
Macon Reid ist kein Fan von Claudia Schiffers Laufstil.
Kandidatin Nancy hat in der dritten Folge gesagt, dass sie vermutlich nie lernen wird, wie man richtig läuft. Gibt es tatsächlich Menschen, die das mit dem perfekten Walk einfach nie kapieren können?
Es gibt Mädchen, die können nicht laufen, wie es der Kunde erwartet. Das stimmt schon. Aber egal, was sie mitbringen – ich kann damit arbeiten! Ihr werdet sehen: Das gilt auch für Nancy. Ich konnte ihre Schwäche korrigieren und sie wird sich auf dem Laufsteg noch sehr wohlfühlen. Aber mehr Zukunftsgeheimnisse aus der Show will ich jetzt nicht verraten.

Also gibt es für jeden Hoffnung …
Naja, es gibt durchaus auch etablierte Models, die nach Jahren im Geschäft noch keinen perfekten Walk draufhaben. Ein Beispiel ist Claudia Schiffer. Als sie angefangen hat, lief sie wie ein Brauereipferd. Das hat auch Karl Lagerfeld gesagt, der ja ein großer Fan von ihr ist. Sie hat sich über die Jahre natürlich ungemein verbessert. Aber die perfekte Laufsteg-Läuferin ist sie nie geworden.

Lesen Sie auf der nächste Seite, was Macon von Heidi Klums Laufstil hält.

1
„Claudia Schiffer läuft wie ein Brauereipferd“