Interview mit Rebecca Mir„Wer nicht zickt, punktet bei mir“

von AMICA Online Redakteurin
Alle Infos zu Veronika: oder folge mir auf
© Reuters
Rebecca Mir mit Jana Beller (v.l) beim „Germanys nex Topmodel“-Finale 2011

Rebecca Mir wurde bei „Germanys next Topmodel“ im Jahr 2011 nur Zweite, gewann aber schon damals die Zuschauerherzen. Als Konkurrentin Jana Beller zwei Monate nach ihrem Sieg aufgab, rückte die heute 20-Jährige nach. Mit Vollgas! Seitdem sah man sie auf dem Laufsteg bei der Fashion Week Berlin und im Fernsehen als Moderatorin von „Die Alm“. Als Teilnehmerin des Promi-Tanzwettbewerbs „Lets Dance“ schaffte sie es ebenfalls auf den zweiten Platz. Während des „Germanys next Topmodel“-Finales (7. Juni 2012, 20.15 Uhr, Prosieben) moderiert das Multitalent sowohl die Backstage-Liveschalte, als auch die Webshow und führt im Anschluss gemeinsam mit Annemarie Warnkross durch die Sendung „red!“.

Im Interview mit AMICA Online erklärt Rebecca Mir, was die „Germanys next Topmodel“-Gewinnerin können muss, gibt Tipps und verrät warum sie manchmal gerne wieder Kandidatin gewesen wäre.

AMICA Online: Haben Sie die aktuelle „Germanys next Topmodels“-Staffel aufmerksam verfolgt?

Rebecca Mir: Ja. Ich musste auf Reisen Orte mit Internetanschluss finden, weil ich immer Teile verpasst habe. Wenn ich im Flieger saß oder bei „Let’s Dance“ eingespannt war, dann musste ich mir die Folgen nachträglich online angucken.

Wie war es für Sie, die erste Staffel nach Ihrer Teilnahme zu sehen?
Es war ganz interessant. Vor allem, wenn ich gesehen habe, wie aufgeregt die Mädchen waren und wie sie sich verhalten haben. Das hat mich an meine eigenen Gefühle erinnert. Jetzt bin ich gespannt, wie die Finalistinnen das machen werden.

© ProSieben/Germany's next Topmodel by Heidi Klum

Haben Sie eine Favoritin?
Ich schwanke zwischen zweien, mehr verrate ich aber nicht.

Letztes Jahr hat mit Jana ja ein stilleres Mädchen „Typ Luisa“ gewonnen, was im Nachhinein die falsche Entscheidung war. Sollte jetzt also nicht lieber ein offenes, wie Sie es sind, gewinnen?
Ich glaube, das kann man nicht vergleichen. Die Situation ist jedes Jahr eine neue und deshalb hat Luisa genauso gute Chancen wie alle anderen. Es ist egal, ob du still oder total offen bist. Die Hauptsache ist, dass man gut mit dir arbeiten kann. Klar, total schüchtern zu sein ist in diesem Beruf nicht unbedingt vorteilhaft, aber man kann es trotzdem sehr weit schaffen. Kate Moss ist schließlich auch keine große Rednerin.

Welche Unterschiede zwischen dieser und Ihrer Staffel konnten Sie in Hinblick auf die Qualität der Models ausmachen?
Das ist schwer zu sagen, weil ich zu meinen Mädchen natürlich eine persönliche Verbindung habe. Und die Zielorte waren ganz andere. Dieses Mal hatten sie echt gute Shootings, bei denen ich teilweise gerne mitgemacht hätte. Zum Beispiel das Stage-Diving mit Bill Kaulitz …

© ProSieben/Germany's next Topmodel by Heidi Klum

Weil Sie Bill Kaulitz gut finden?
Ich stehe nicht auf Rocker-Typen. Aber natürlich habe ich große Hochachtung davor, was er geschafft hat. In seinem Alter ist das der Wahnsinn. Für ein Shooting wäre aber eine Rocker-Performance cool gewesen.

Auf welche Shootings waren Sie sonst noch neidisch?
Ich hätte gerne Bikini-Fotos am Strand von Thailand gemacht. Beach-Shootings, wenn sie natürlich sind, ergeben immer die tollsten Bilder.

Gab es eine Situation, in der Sie dachten „gut, dass ich das nicht machen musste“?
In der aktuellen Staffel nicht, aber in den vorherigen: Mit den Bienen hatte ich schon Probleme, weil ich wahnsinnige Angst vor ihnen habe. Aber bei Spinnen hätte ich wirklich passen müssen.

© ProSieben/Germany's next Topmodel by Heidi Klum

Wie finden Sie es, wenn die Kandidatinnen meckern?
Generell finde ich positive, professionelle Typen gut. Klar gibt es bei „Germany’s next Topmodel“ immer Zickereien, aber wer versucht sich auf sich selbst zu konzentrieren und keinen großen Aufstand macht, was Klamotten angeht, punktet bei mir. Beim Rock-Shooting mit Bill Kaulitz zum Beispiel wollte Diana unbedingt ein anderes Outfit. Ich halte es für die Aufgabe eines Models, die Sachen von dem Designer zu tragen. Als Model bei Fashion Week hat man auch keinen Einfluss darauf, was man trägt.

Man muss das Kleid gut verkaufen, egal, ob es einem gefällt oder nicht.
Genauso ist es. Der persönliche Geschmack des Models interessiert in diesem Moment niemanden.

Sie schienen das von Anfang an verstanden zu haben und waren sehr zielstrebig …
Stimmt. Ich bin ehrgeizig und habe einen Dickkopf. Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, sollte es auch so passieren.

Rebecca Mir Interview - Seite 2

1
„Wer nicht zickt, punktet bei mir“