Interview mit Sara Nuru„Ich habe mich nicht verbiegen lassen“

von AMICA Online Redakteurin J'adore les Parisiennes!
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Die Looks von Sara Nuru
Bambi 2011

Marcel Ostertag, Guido Maria Kretschmer, Stephan Pelger, Perret Schad – auf der Fashion Week Berlin erobert Sara Nuru jede Saison unzählige Laufstege. Den Rest des Jahres shootet sie Kampagnen, beispielsweise für Reebok oder moderiert für Prosieben, außerdem engagiert sie sich als Botschafterin von „Menschen für Menschen“. Die „Germanys next Topmodel“-Gewinnerin 2009 hat ihre Chance genutzt und ist heute immer noch sehr dankbar diesen Job machen zu dürfen. Gespannt ist die 22-Jährige deswegen, wer 2012 den Sieg mit nach Hause nehmen wird. Zwischen ihren Jobs bei Rock am Ring und dem „Germanys next Topmodel“-Finale hat Sara Nuru im Interview über Dauerfavoritin Luisa und die dunkelhaarige Sarah-Anessa spekuliert.

AMICA Online: Worauf freuen Sie sich am meisten beim Finale von „Germany’s next Topmodel“?
Sara Nuru: Vor allem freue ich mich darauf, die Mädels wiederzusehen. Meine Mädels, die mit mir in der Staffel waren, also Sarina, Mandy und hoffentlich Ira, mit der ich erst telefoniert habe. Marie kommt auch. Außerdem freue ich mich auf die ganze Atmosphäre, weil da jedes Mal tolle Erinnerungen hochkommen. Es ist wie ein großes Klassentreffen.

Also ist eine richtige Topmodel-Familie daraus entstanden?
Ja, auf jeden Fall. Es sind wirkliche Freundschaften gewachsen, was mich sehr freut. Besonders, dass es jetzt schon seit drei Jahren Bestand hat und nicht auseinander gegangen ist, auch wenn jede ihre eigenen Projekte macht.

Wie sehr hilft Ihnen heute dabei der Titel „Germany’s next Topmodel“?
Er war natürlich ein Sprungbrett. Gewisse Kunden sind durch den Titel erst auf mich aufmerksam geworden. Aber inzwischen werde ich gebucht, weil ich Sara Nuru bin.

Inwiefern bereitet „Germany’s next Topmodel“ auf den Modelalltag vor, der danach kommt?
Die Sendung schult auf jeden Fall. Insgesamt ist es ein Crashkurs, in dem wir innerhalb von ein paar Monaten das gelernt haben, was andere Models über Jahre erst an Erfahrung sammeln. Danach muss man aber natürlich weiter hart arbeiten!

Welche Tipps geben Sie der Gewinnerin von „Germany’s next Topmodel“ mit für den Start ins Model-Business?
Ich hatte großes Glück mit meinem Werdegang nach GNTM, das wünsche ich nicht nur der Gewinnerin, sondern allen Finalistinnen der aktuellen Staffel. Ich freue mich für jede, die es schafft, aus dieser Chance ihre ganz persönliche Karriere zu entwickeln. Darüber hinaus finde ich es immer schwierig Ratschläge zu geben, weil das so individuell ist. Ich finde wichtig, sich treu zu bleiben und die persönlichen Ziele nicht aus dem Auge zu verlieren. Das Wichtigste ist authentisch zu sein, denn das strahlt man aus. Rückhalt in der Familie und bei Freunden ist ebenfalls sehr entscheidend.

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Jana Beller bei der Modenschau von Aigner in einem Look aus der Frühjahr-Sommer-Kollektion 2012

Sich selbst treu bleiben ist nicht immer einfach, wenn sie bestimmte Jobs aufgetragen bekommen.
Nein, das glaube ich nicht. Ich habe mich nicht verbiegen lassen. Mein Slogan war immer: Man darf alles, man muss nichts. Wenn die Mädels etwas nicht machen wollen, müssen sie es nicht machen. Wir alle sind schließlich selbstständige Menschen. Leider hat man in den letzten Jahren auch gesehen, dass es für manche nicht das war, was sie wollten. Aber ich finde es gut, dass sie das gemacht haben, was sie für sich selbst für richtig gehalten haben, statt dass sie etwas machen, womit sie nicht glücklich sind.

Wovon würden Sie der Gewinnerin abraten?
Ich will es mir gar nicht anmaßen, ihr zu sagen, was sie tun soll und was nicht. Jede muss ihren eigenen Weg finden. Ich bin der Meinung, es ist immer besser, drei Mal über etwas nachzudenken und sich nicht Hals über Kopf in etwas hineinstürzen. Am wichtigsten ist sowieso, dass man jemanden hat, der einen an der Hand nimmt und wegweisend ist.

Wer hilft Ihnen hier am meisten?
Meine beiden älteren Geschwister und meine Eltern spielen eine große Rolle. Dazu natürlich meine Agentin, der ich blind vertraue, weil sie weiß, wie ich ticke.

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„Ich habe mich nicht verbiegen lassen“