Märchenhochzeit Prinz Charming und seine Braut
Prinz William und seine Catherine haben bei ihrer Hochzeit auf unnötigen Prunk verzichtet. Warum es trotzdem eine Märchenhochzeit geworden ist?
Kommentar von Markus Kastenhuber
Die schönsten Bilder
Ein selbstbewusster Prinz William, eine strahlende neue Prinzessin Catherine und ein nervöser Prinz Harry: Die wunderbarsten Momente der Traumhochzeit in LondonMit Metzgern, Postboten und Gemüsehändlern auf der Gästeliste, konnte man ja schon fast davon ausgehen, dass Catherine und William sich von alten Adels-Traditionen distanzieren würden und sich bei ihrer Hochzeit volksnah geben würden. Dass man nicht unbedingt dick auftragen muss, um eine berührende Hochzeit zu feiern, haben die beiden eindrucksvoll bewiesen.
Die neue Bescheidenheit der Royals zeigt sich insbesondere bei Catherines Kleid. Die Kreation von Sarah Burton (Nachfolgerin des verstorbenen Alexander McQueen) besticht durch simple Eleganz und subtilen Glamour. Die Schleppe misst nur zweieinhalb Meter, die von Diana bei ihrer Hochzeit mit Prinz Charles im Jahr 1981 noch fast acht. Auf ein Diadem wollte sie eigentlich sogar ganz verzichten und lieber Blumen in ihr Haar stecken, trug dann aber doch ein Diadem der Queen von Cartier aus dem Jahre 1936.
Auch Prinz William demonstriert mit seiner Kleiderwahl Bescheidenheit. Der Zweite in der britischen Thronfolge trug die rote Uniform der Irish Guards, um den Streitkräften Respekt zu zollen.
Die Zeremonie an sich war überraschend kurz. Bereits nach wenigen Minuten wurden die beiden vom Erzbischof von Canterbury zu Mann und Frau erklärt. Pannen gab es dabei (fast) keine. Der Ehering, den William Catherine ansteckte, schien ein bisschen eng geraten zu sein. Aber ansonsten war es eine wahrliche Märchenhochzeit.
Nach der Trauung wurde das junge Brautpaar am Buckingham Palast empfangen. Dort küssten sie sich das erste Mal als Mann und Frau vor einer Masse jubelnder Zuschauer. Der Kuss, beziehungsweise die Küsse (es waren ja zwei), waren kurz und wirkten holprig, was aber den Moment auch nicht ruinieren konnte. Als Zuschauer hatte man einfach das Gefühl, dass sich Topf und Deckel gefunden haben. Die Zwei gehören zusammen. Um das Märchen perfekt zu machen, fehlen jetzt nur noch zahlreiche kleine Thronfolger.
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