Schöne BrautSo gelingt das Hochzeits-Make-up

von AMICA Online Redakteurin J'adore les Parisiennes!
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© Novia d'Art

Mit Sicherheit werden Sie an Ihrem Hochzeitstag ohnehin von innen heraus strahlen. Genau das soll das Braut-Make-up zusätzlich unterstreichen. Deswegen geht es hier im Gegensatz zum Tages- und Abend-Make-up, das Vorzüge betonen und kleine Macken kaschieren soll, um Natürlichkeit und Frische. Wie das funktioniert, erklärt Wolfgang Lix, Manager Skin Spa von Clarins. Sein erster Tipp: „Smokey Eyes und Highlighter sind hier genauso fehl am Platz, wie kräftige Farben und stark deckende, maskenhafte Foundations.“ Bevor Sie mit dem Schminken loslegen, sollten Sie unbedingt eine Tagespflege mit Lichtschutzfaktor auflegen. Denn Sie werden vermutlich viel Zeit im Freien verbringen.

Natürlicher Look ohne Glanz
Make-up 2012, Hochzeits-Make-up, Braut-Make-up
Foundation, Concealer & Make-up

Was ist wichtig bei der Auswahl von Concealer, Foundation und Make-up? Wie beim Tages-Make-up sollte die Foundation auf keinen Fall dunkler sein als der eigene Hautton. „Besser: einen halben Ton heller“, empfiehlt Lix. „Am besten eine matte Foundation wählen. Diese haben die beste Haltbarkeit und enthalten keine lichtreflektierenden Pigmente.“

Hand in Hand mit der Make-up-Basis geht der Concealer, der vor allem unter den Augen auf der T-Zone aufgetragen wird. Maximal einen Ton heller als der eigene Hautton sollten Sie den Concealer wählen. Wichtig ist es außerdem auf die Nuancierung zu achten. „Es gibt kühle und warme Farben“, erklärt der Make-up-Profi. „Wenn hier mit dem falschen Ton gearbeitet wird, sieht die Haut nicht leuchtend und frisch, sondern fahl und leblos aus.“ Die richtige Nuance für Ihren Typ empfiehlt Ihnen am besten ein Experte.

Wie wird der Look „schweißsicher“? „Der beste Freund im Kampf gegen Schweiß oder Glanz auf der Haut ist Puder“, so Lix. „Wichtig: Transparent soll er sein. Dieser kann beliebig oft aufgetragen werden, ohne die Farbe der Foundation zu verändern.“ Außerdem verhindern transparente Produkte, dass das Gesicht nach mehrmaligem Auffrischen maskenhaft aussieht. Als kompakte Variante passt der Puder problemlos ins Brauttäschchen.

Zarte Flirterei
Lidschatten 2012, Hochzeits-Make-up, Braut-Make-up
Augen & Lippen

Die Farbe des Augen-Make-ups sollte natürlich das Strahlen unterstreichen. Deswegen gilt es zusätzlich zur Schminke für alltägliche Anlässe drei grundlegende Tipps zu beachten:
– Unbedingt Lidschatten-Base verwenden, um die Haltbarkeit des Lidschattens zu maximieren. Diese absorbiert den Talg und verhindert kleine Krümel beim Auftragen.
– Der Highlighter unter den Augenbrauen sollte nicht Perlmutt-Weiß, sondern eher Vanillefarben sein.
– Matte Lidschattenfarben nur verwenden, wenn ein Schlupflid optisch damit korrigiert werden soll. Nicht auf dem beweglichen Lid auftragen.

Haltbarkeit ist vor allem auch auf den Lippen gefragt. Einerseits soll der Bräutigam nichts von der Farbe abbekommen, andererseits sollen die Lippen auf den Fotos toll aussehen. Wolfgang Lix rät dafür: „Am besten hält der Lippenstift, wenn die Lippen komplett mit dem Konturenstift ausgemalt werden und darüber der Lippenstift sorgfältig mit einem Pinsel aufgetragen wird. So wird ein gleichmäßiger Farbauftrag und eine hohe Intensität und Leuchtkraft gewährleistet.“

Wir küssen in Pastell und Koralle
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Die drei wichtigsten Grundlagen fürs Braut-Make-up:

Auf der Hochzeit werden Sie viel fotografiert. Deswegen gilt es die perfekte Liaison aus Wohlfühl-Tages-Make-up und einem fototauglichen Look zu finden. Diese Unterschiede sollten Sie beim Braut-Make-up beachten.

1. Keine Weichzeichner (lichtreflektierende Pigmente in Foundation, Puder und Rouge) verwenden – diese reflektieren den Blitz der Kameras, sodass es oft aufträgt oder unschön glänzend wirkt.
2. Keine zu dunklen oder harten Augenkonturen zeichnen – dies verkleinert die Augen anstatt sie beim Strahlen zu unterstützen.
3. Die Lippen nicht zu glossy schminken. Das sieht zwar wunderschön aus, hält aber leider nicht besonders lang. Besser: Eine leichte, natürliche Lippenstiftfarbe wählen und die Lippen mit Konturenstift ausmalen, bevor der Lippenstift aufgetragen wird. So hält er besonders gut.

Das gehört in die Brauttasche:

  • Eine Brosche, um Flecken auf dem Kleid geschickt verschwinden zu lassen
  • Transparenter Puder
  • Lippenstift
  • Viele Sicherheitsnadeln, um kleine Styling-Pannen zu beheben
  • Taschentücher

Wie finde ich die passende Stylistin oder einen Make-up-Profi?

Sie wollen das Braut-Make-up lieber in die Hände von Experten legen? Am besten wählen Sie jemanden, der Haare und Make-up zusammen macht.

Checkliste:

  • Referenzen
  • Friseurausbildung plus Ausbildung als Make-up-Artist sind ideal. „Im Zweifelsfall jedoch lieber einen Stylisten nehmen, der auch die Frisur macht“, ist Lix‘ Tipp.
  • Herausfinden, ob der Stil der Stylistin oder des Stylisten zu den eigenen Vorlieben und Wünschen passt: Bilder verschiedener Arbeiten zeigen lassen
  • Probetermin vereinbaren
  • Kosten verbindlich besprechen – pro Stunde etwa 50 Euro einkalkulieren
  • Uhrzeit ausmachen und zeitliche Puffer einplanen
  • gleichen (!) Lippenstift besorgen lassen

© Colourbox.de

No-gos:
„Ein ‚Profi‘ ist kein Profi, wenn er oder sie Ihnen nicht erklären kann, warum er oder sie etwas empfiehlt. Einfach nachfragen und nicht mit ‚weil das so ist‘ zufrieden sein“, so Wolfgang Lix. Ebenso sei eine ausführliche Beratung das Mindeste. „Falls ein Stylist überhaupt nicht nach Ihrem Hochzeitskleid fragt, sollten Sie ihn vergessen – in diesem Fall wäre ein stimmiges Gesamtbild purer Zufall.“

Wie auch bei allen anderen Punkten in Sachen Hochzeits-Styling gilt: Sie sollten sich wohlfühlen. Vor allem in den Händen der Stylistin oder des Stylisten – deswegen ist das Wichtigste: „dass die Chemie stimmt und dass Sie sich gut aufgehoben fühlen“.