Methode 3Der Flohmarkt

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Bei Getränken, Essen und Livemusik kann auf dem Midnight Bazar in München geshoppt werden.
Wie funktioniert’s?
Der Verkauf auf einem Flohmarkt erfordert vermutlich keine detaillierte Erklärung. Allerdings sind eingebrannte Bilder zwielichtiger Verkäufer mit Bücherkisten, aus denen grauenerweckender Moder strömt und dickbäuchiger Männer mit ausländischem Akzent auf den meisten Märkten längst passé. In Zeiten von Vintage-Mode als Trend stürmen vor allem modebegeisterte Mädels und Jungs die Flohmärkte auf der Suche nach einzigartigen Secondhand-Schätzen. Bei dieser großen Nachfrage wundert es kaum, dass immer neue Varianten des Kleider-Trödelmarktes entstehen. Die Macher der Seite Mädchenflohmarkt.de gründeten ihre virtuelle Tauschbörse nach dem Erfolg des realen Events. Das Prinzip soll vor allem weibliche Besucher locken: Mädels verkaufen ihre Kleider-Schätze an andere Mädels, meist umgeben von süßen Leckereien und einer femininen Verkaufs-Atmosphäre. Auch nachtaktiven Flohmarkt-Fans bietet sich in diversen Nachtflohmärkten die ideale Einkaufsvariante, die vor allem durch wetterunabhängige Locations wie großen Veranstaltungshallen begeistern kann.

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Mit anderen Ständen kann ich was die Masse angeht nicht mithalten. Verkauft wurde dennoch das ein oder andere Teil!
Erfahrungsbericht:
Meine Wahl fällt auf den Midnightbazar in der Reithalle in München. Der Vorteil dieses Flohmarktes ist nicht nur ein trockener Austragungsort. Die Veranstalter des regelmäßig stattfindenden Flohmarktes bieten gegen eine Leihgebühr Biertische als Verkaufsfläche an. Pro laufenden Meter beträgt die Standgebühr 10 Euro – bei einem Biertisch mit zwei Metern Länge komme ich inklusive des angemieteten Tisches und der Überweisungsgebühr auf 27 Euro. Ganz billig ist der Verkauf auf diesem Nachtflohmarkt also nicht, allerdings erspare ich mir die lästige Suche nach einem Tisch, der zum Flohmarktstand umfunktioniert werden kann.

Nach etwas muckiförderndem Geschleppe beziehe ich am Veranstaltungstag zwei Stunden vor Beginn meinen Standplatz. Der Tisch erwartet mich bereits aufgebaut. Nette Standnachbarn machen den sechsstündigen Verkauf ab Veranstaltunsgbeginn um 17 Uhr gleich schon mal angenehm und auch die Besucher sind überwiegend freundliche, ausgelassene Menschen. Einen riesen Umsatz mache ich zwar nicht, um 60 Euro reicher bin ich bis Mitternacht allerdings geworden.

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Komplimente hat mein Schild so einige bekommen! Ob's tatsächlich jemanden zum Kauf motiviert hat?
Auch die Location hat mich begeistert: Essen, Getränke und Livemusik machen aus dem langweiligen Flohmarkt eine abwechslungsreiche Abendveranstaltung. Insgesamt hat der Verkauf aufgrund der sympathischen Mitverkäufer und Besucher in entspannter Atmosphäre mehr Spaß gemacht, als erwartet. Ich komme wieder als Verkäufer! Die etwas hohe Standgebühr werde ich mir beim nächsten Besuch allerdings mit Freunden teilen – das macht gleich mehr Freude und weniger Gewinnverlust am Ende des Tages! Das zuvor einkassierte Müllpfand in Höhe von zehn Euro erhalte ich nach der Standplatzkontrolle auch wieder zurück - schließlich habe ich vorbildlich meinen Müll eingesammelt und brav mit nach Hause genommen.