Burberry Group produziert umweltschonendLuxus mit Öko-Anstrich

Text: Michael Becker
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Für ein Burberry-Parfum warb Rosie Huntington-Whiteley nur mit einem der legendären Trenchcoats des Labels bekleidet.
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Typisches Design

Burberry mit Firmensitz in London existiert seit 1856. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts rüstete das Unternehmen Forscher und Entdecker aus. Dazu gehörte auch Roald Amundsen, der 1922 als erster den Südpol erreichte. Bei seinem gescheiterten Versuch einer Mount-Everest-Besteigung trug George Mallory im Jahr 1924 eine Jacke aus dem wasserabweisenden Material Gabardine. Den Stoff hatte der Firmengründer Thomas Burberry (1835 bis 1926) erfunden.

Berühmt wurde der Bekleidungshersteller mit dem Trenchcoat, den ebenfalls Thomas Burberry für britische Offiziere entwickelte. Und im Jahr 1924 schufen die Burberry-Designer das berühmte Karomuster („Burberry Check“). Ursprünglich bedeckte „Burberry Check“ nur die Futterstoffe, später bestimmten die Karos das Äußere vieler Produkte.

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Angela Ahrendt, Vorstandschefin der Burberry Group PLC

Neustart mit Frauenpower

Heute produziert Burberry neben verschiedenen Bekleidungslinien für Erwachsene eine Kinderkollektion sowie Taschen, Schuhe sowie Uhren und Parfüme. Die hochpreisigen Waren haben für den Konzern allerdings auch eine Kehrseite: Burberry-Produkte gehören zu den am meisten gefälschten Produkten weltweit. Bereits seit Jahrzehnten ist das Haus Mitglied der königlichen britischen Hoflieferanten – auch das lockt Markenpiraten.

Seit Sommer 2006 arbeitet Angela Ahrendts als Vorstandschefin. Die 52-Jährige stammt aus der Nähe von Indianapolis im US-Bundestaat Indiana. Vor Burberry war sie lange Jahre in Führungspositionen bei der New Yorker Modefirma Donna Karan („DKNY“, im Besitz des französischen Luxus-Riesen Edel-Imperium LVMH Group - Luxus ohne Limit). Ahrendts erste Aufgabe war es, Burberrys Markenexklusivität wieder zu steigern – in den Jahren vor ihrem Antritt hatte das Unternehmen auf den Massenmarkt geschielt. Ahrendt strich die Produktpalette radikal zusammen. Dabei suchte die neue Chefin den Schulterschluss mit Creative Director Christopher Bailey.

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Derzeit bieten die Londoner vier verschiedene Modelinien an (jeweils für Damen und Herren):

● Burberry Brit: Das jugendliche Label exisitert seit 2009.
● Die Hauptlinie Burberry London steht für traditionelle Businesskleidung.
● Im Jahr 1999 kam Burberry Prorsum als modisches Ready-to-Wear-Label (Konfektionsware) hinzu.
● Burberry Sport steht seit 2007 für günstige sportliche Freizeitkleidung.
● Mit Burberry Blue Label Kollektion und Burberry Black Label exisitieren darüber hinaus zwei Marken exklusiv für den japanischen Markt.

Allein in Großbritannien beschäftigt Burberry rund 2000 Mitarbeiter. Der Konzern betreibt weltweit deutlich mehr als Hundert eigene Läden sowie Verkaufsflächen in selbstständigen Handelshäusern (Shop-in-Shop). Dazu kommen zahlreiche Geschäfte von Franchise-Nehmern.


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Quelle: Burberry, Modebranche, Hugo Boss, Ralph Lauren, LVMH, Zara,
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Luxus mit Öko-Anstrich
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