Burberry Group produziert umweltschonendHohe Öko-Standards

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Burberry-Filiale in London

Der Konzern ist – als erste Luxusmarke – Mitglied der Ethical Trading Initiative (Initiative für ethischen Handel). Außerdem erfüllen die Londoner die Anforderungen des Carbon Trust Standard (Standard für Kohlendioxidausstoß). Laut Geschäftsbericht ist Burberry eine Selbstverpflichtung eingegangen „zur Steigerung des Anteils unseres Strombezugs aus Kraft-Wärme-Kopplung im Vereinigten Königreich von 29 auf 100 Prozent“. Dies geschieht nach Aussage des Topmanagements auch, um die Akzeptanz von erneuerbaren Energien in Großbritannien zu steigern.

Konsequent setzt Burberry auf Abfallvermeidung und fördert die Wiederverwertung. „Seit April 2010 hat der Recyclingpartner von Burberry über 130 Tonnen an Proben- und Rohmaterialabfall für Isolierungen für Autotüren verwendet“, schreibt der Vorstand im aktuellen Geschäftsbericht.

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Kate Moss in Burberry

Asien-Geschäft wächst stürmisch

Wie bei der Konkurrenz stärkt vor allem der Absatzboom auf den asiatischen Märkten Burberrys Umsatz und Gewinn. Im Geschäftsjahr 2011/2012 sprang der Umsatz um 24 Prozent auf den Rekordwert von 1,86 Milliarden Britische Pfund. Der Betriebsgewinn legte auf 263,3 Millionen Pund zu – ein Plus von üppigen 40 Prozent. Die ersten Monate des laufenden Geschäftsjahrs weisen ebenfalls deutliche Wachstumsraten auf.

Die Region „Asia/Pacific“ steuert gegenwärtig 36 Prozent zum Umsatz bei – mit einer Wachstumsrate von 52 Prozent. Europa folgt beim Umsatz mit 33 Prozent vor Nord- und Südamerika, die auf ein Viertel kommen. Stärkste Produktkategorie ist Bekleidung mit 27 Prozent vor Accessoires mit genau einem Viertel und Parfüm/Kosmetik mit 22 Prozent. „Hard Luxury“ folgt mit zehn Prozent. Dazu gehört beispielsweise das „Burberry Case Hard Cover For Apple iPhone 4“.

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Der Kurschart seit 2003

Burberry für Anleger

Die Börse aktuell - Der Kurs der Burberry-Aktie notiert seit 2002 an der Londoner Börse. Damals lag der Kurs bei 3,65 Euro. Das Papier schwankt stark, in den vergangenen zwölf Monaten pendelte es zwischen 12,90 und 19,57 Euro. Ende Juni kostete die Aktie 16,08 Euro. Das entspricht einem Plus von 340 Prozent – bezogen auf die Erstnotiz im Jahr 2002. Die Konzernaktie wird im britischen ethisch-ökologischen Aktienindex (FTSE4Good-Index) geführt. Gegenwärtig kommt das Unternehmen auf einen Börsenwert von 7,9 Milliarden Euro.

Über das weitere Kurspotenzial der Aktie sind die Experten uneins. Von den von US-Finanzdienstleister Bloomberg befragten Analysten raten zwölf zum Kauf, fünf hingegen empfehlen das Gegenteil. Und elf Experten sehen nur geringe Chancen auf Kurssteigerungen. Einen ungebremsten Höhenflug der Aktie lässt das nicht gerade erwarten.

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Model mit Sommerkleidung
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Hohe Öko-Standards
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