Modegigant Hennes & MauritzWerbung mit Nachhaltigkeit

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Der Vorstandschef mit Teilen der Kollektion

Wie der britische Konkurrent Burberry wirbt H&M mit seiner ökologischen Ausrichtung – alle Geschäftsmaßnahmen sollen „wirtschaftlich, sozial und umweltpoltisch nachhaltig durchgeführt werden,“ heißt es im „Conscious Actions Sustainability Report 2011“. H&M listet darin detailliert auf, wie der Konzern ökologische Produktionsweisen fördert und sich für die asiatischen Mitarbeiter einsetzt. Damit reagiert das Unternehmen auf scharfe Kritik, unter anderem an der Mitarbeiterführung in Asien. An konkreten „nachhaltigen“ Maßnahmen nennt der H&M-Bericht:

- weltweite Nummer 1 beim Verwenden von biologisch angebauter Baumwolle
– allein 2011 konzernweit rund 300 Millionen Liter Wasser bei der Jeansstoff-Produktion gespart
– Absenken der CO2-Emssionen von 3,5 Tonnen im Jahr 2009 pro eine Millionen Kronen Umsatz auf drei Tonnen im laufenden Jahr
– Verzicht auf Tierversuche für die Kosmetikproduktion

© Bloomberg
Werbeplakat in Berlin

Dauerhaftes Umsatzwachstum

H&M ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Das Konzept geht in China am besten auf, dort wuchs H&M im zweiten Quartal 2012 beim Umsatz um gut 60 Prozent.

Allerdings konnte der Konzern im Geschäftsjahr 2010/11 nicht nur glänzen: Der Absatz erreichte 128,8 Milliarden schwedische Kronen (rund 14,6 Milliarden Euro) – ein Plus von lediglich einem Prozent. Der Gewinn fiel gar um 15 Prozent auf 20,38 Milliarden Kronen (1,8 Milliarden Euro). Grund für diese Entwicklung waren laut H&M gestiegene Rohstoffkosten.

Zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres beschleunigte sich das Wachstum wieder: Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 15 Prozent auf 31,7 Milliarden schwedische Kronen, der Nettogewinn um 23 Prozent auf 5,22 Milliarden Kronen (590 Millionen Euro). Dies war deutlich mehr als Experten erwartet hatten.

© Finanzen 100
Der Kurschart der H&M-Aktie

H&M aus Anlegersicht

Seit Mai 1997 notiert die Börse aktuell - Der Kurs der H&M-Aktie an der Stockholmer Börse. Damals zahlten Anleger gut 3,60 Euro für das Papier. Gerade in den vergangenen zwölf Monaten konnte die Aktie deutlich zulegen. Derzeit kostet sie gut 28 Euro, der H&M-Konzern ist damit rund 41 Milliarden Euro Wert. Von dieser Bewertung sind Unternehmen wie die Deutsche Telekom, Daimler oder BMW weit entfernt.

Ob Kleinanleger einsteigen sollten, ist strittig. Der britische Finanzdienstleister Reuters listet eine Anzahl von Experten auf, die den Kauf empfehlen. Doch es gibt auch Analysten, die zum Gegenteil raten.

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