EscadaRetterin Megha Mittal

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Megha Mittal und Bruno Sälzer auf der Fashion Week Berlin im Juli 2012

Gründer Wolfgang Ley scheidet aus, versucht sich ein zweites Mal mit Mode. Doch schon im April 2009 geht er erneut pleite. Jahrzehnte nach den Leys leitet heute mit Eigentümerin Megha Mittal und Vorstandschef Bruno Sälzer wieder ein Duo die Escada-Geschicke. Die Ex-Goldman-Sachs-Wirtschaftsanalystin Mittal wirkt als Geschäftsführende Direktorin und Vorsitzende des Verwaltungsrates. Bruno Sälzer, der rund ein Jahr vor der Übernahme durch Mittal zu Escada kam, konnte seine Umbaupläne auch nach dem Eigentümerwechsel fortführen.

Zurück zu alter Stärke

Megha Mittal bewies mit der Treue zu Sälzer ein gutes Händchen. Dank gestraffter Kollektionen und „massentauglicher“ Kleidung nimmt das Unternehmen offenbar die Kurve. Im Sommer 2012 kann Vorstandschef Sälzer erstmals seit Jahren wieder positive Zahlen verkünden.

Ein Hauch Sommer

Die aktuellen Daten zeigen den Sanierungsfortschritt:

– zirka 320 Millionen Euro Umsatz (geplant für 2012)
– Verkauf in 80 Ländern in gut 1100 Shops, mit 194 konzerneigenen Läden in 18 Ländern
– Umsatzanteile: Europa/Mittlerer Osten/Afrika (EMEA) 58 Prozent, Nord- und Südamerika 23, asiatisch-pazifischer Raum (APAC) 19 Prozent
– Umsatzverteilung Escada 70 Prozent und Escada Sports 30 Prozent

Die Aufbruchstimmung ist längst wieder zu Escada zurückgekehrt: 2011 gingen Escada Homeware und Especially Escada, die neue Parfumreihe, an den Start. Im laufenden Jahr folgten Schmuck und Uhren. Derzeit denkt die Konzenspitze über den Einstieg in die Männermode nach. Sälzer ist sich sicher: Nach Jahren des Niedergang ist Escada gerade dabei, sich wieder in alte Höhen aufzuschwingen

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