AnzugZu schade zum Schwimmen

Schon deshalb wäre es äußerst schade, die Entwürfe ausschließlich zum Schwimmen zu tragen. Denn die Betonung liegt in dieser Saison auf der zweiten Wortteil: dem ANZUG.

Schnell das Haar in Form schütteln, einen Cardigan überziehen, dazu ein auffälliger Gürtel und rasch in die High Heels schlüpfen – fertig ist das elegante Bar-Outfit. So kann man in St. Tropez oder Miami Beach gleich vom Strand zum Austernschlürfen gehen oder die nächste Cocktail-Lounge ansteuern. Und die vielen Bikinis im Schrank?

Sollte man als Kleiderspende nach Brasilien schicken! Denn an der Copacabana gibt es nicht nur die passenden Strandschönheiten, dort gehört der Winz-Bikini zur Landeskultur wie Samba oder Karneval. Doch gerade weil sich in unseren Breiten kaum jemand mit den sonnengeküssten Brasil-Beauties messen kann – übrigens zählt die „maßgeschneiderte Bikinifigur“ zum Standardrepertoire der Silikon-Chirurgen vom Zuckerhut –, sind wir mit einem Mehr an Stoff gut bedient.

Die Frage, ob man darin genauso braun wird wie in einem Mikrobikini, erübrigt sich natürlich. Aber wer will im Zeitalter des Ozonlochs schon in der Sonne bruzzeln. Zugegeben, James Bonds legendärer Satz „Das ist aber ein hübsches Nichts, das Sie da beinahe anhaben“ wird nicht fallen, wenn Sie in einem Badeanzug auftauchen. Aber dafür werden Sie genauso selbstbewusst wie Ursula Andress dem Meer entsteigen und dabei eine ziemlich gute Figur abgeben. Weil alles noch dort sitzt, wo es sein soll. Und der Einteiler manches kaschiert. Nicht ohne Grund gibt es eine Bikini-, aber keine Badeanzug-Diät.

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Zu schade zum Schwimmen