BadeanzugGlamour im Anzug

Text: Antje Wewer

En kleiner Ring aus Metall hielt den Badeanzug in Fasson. Als Romy Schneider 1968 mit Alain Delon den Thriller „Der Swimmingpool“ drehte, trug sie zwar im Film Bikini, privat aber jenen schwarzen Einteiler, an desssen Schließe sich Delons Blicke nach Drehschluß mehr als einmal verirrten …

Ein Thema, das Jahre nach der stürmischen Trennung des einstigen Traumpaars die Phantasie der Katschpresse neu entzündete und die Nachfrage nach Badeanzügen erheblich steigerte. Mehr, das bewies Romys verführerischer Neckholder, kann eben manchmal doch auch weniger sein …

Jahrzehntelang in der Versenkung verschwunden, hat der klassische Badeanzug nun an den Stränden von St. Barth bis Portofino wieder Oberwasser. Topmodel Liz Hurley, die vor kurzem ihre eigene Beachwear lancierte, weiß warum: „Ein raffiniert geschnittener Badeanzug kann sehr viel erotischer wirken als ein Bikini. Gerade, weil er vieles nicht preisgibt, lässt er Raum für Sehnsüchte.“

Für Bond-Girls von Ursula Andress bis Halle Berry schrieb das Drehbuch natürlich das stoffliche Nichts vor. Aber dafür waren sie eben nur kurz im Strandeinsatz zu sehen.

Die nervigsten Actionszenen, die jede Bikiniträgerin kennt, wurden natürlich nicht gezeigt. Das fängt beim Gang zum Meer oder Pool an, wenn das Höschen zurechtgezupft wird. Beim Schwimmen rutscht dann das Oberteil zur Seite, was man im schlimmsten Fall erst bemerkt, wenn man wieder auf dem Handtuch liegt. Gibt es einen peinlicheren Anblick als unbemerkt verrutschte Bikini-Dreiecke?

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Glamour im Anzug