KolumneOpaque ist Trumpf

© Wolford

Jede Strumpfhose ist ordentlich zusammengerollt, jede war teuer, und jede wurde höchstens zweimal getragen. Der Grund, warum sie überhaupt noch in meinem Leben bleiben dürfen. Der Korb ist aber trotzdem samt Inhalt diese Saison außer Betrieb. Warum? Weil man diesen Winter einfach nur schwarze, opaque Strumpfhosen trägt, morgens, mittags, abends, aber nicht nachts (nachts trägt man gar keine, aber dazu später).

„Aber nicht jede opaque Strumpfhose ist wie die andere!“, ruft Alex, „es gibt doch dicke, dünne, mit Baumwolle …“ „Schon gut“, falle ich ihr ins Wort. So dachte ich auch erst und endete jeden Tag in einem schwarzen Meer von Beinwürsten.

Klar, es gibt Opaque, Velvet Opaque, 40 den, 60 den oder mit Baumwolle, es gibt die, die irgendwo unten ein Loch haben, ansonsten ganz in Ordnung sind und deshalb mit Stiefeln gut tragbar. Und dann kam immer wieder eine neue dazu, denn bei besonderen Anlässen wird natürlich ein neues Fogal-Päckchen geöffnet.

Meine Nerven waren diesem täglichen Kampf irgendwann nicht mehr gewachsen. Das schwarze Elend wurde ausgemistet und durch eine Kartei blickdichter Lieblingsstrumpfhosenpäckchen im zweiten Wäschekorb ersetzt.

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Opaque ist Trumpf