Typisch deutschImmer in Bewegung

© Four Music

Die Berlinerin Annika Line Trost war immer ein bisschen schneller als die anderen. Mit zehn, als ihre Freundinnen noch mit Barbies spielten, lernte sie Schlagzeug. Mit 20 ging sie mit einem obskuren Elektromusiker auf ihre erste Welttournee. Und als sich gerade alle in den wilden Punk verliebt hatten, den sie zusammen mit ihrer Partnerin von Cobra Killer macht, spielte sie eine Platte mit einem Mandolinenorchester ein. „Ich habe kein Konzept. Und Trends sagen mir gar nichts. Musik ist Gefühl, nicht Kopf. Meine Musik entsteht in Phasen totaler Manie und ich weiß nie, was dabei herauskommt.“ Bei ihrem neuen Album „Trust me“ (Four Music) zum Beispiel: Western-Gitarren, Blues und Orgelklänge. Und es funktioniert. Wo andere sich auf Gängiges verlassen, will sie Neues ausprobieren, sich einlassen auf das, was sie gerade umtreibt. „Was ich jungen Künstlern raten würde? Nichts. Ich würde mir anhören, was sie zu sagen haben.“