Dirndl 2007Hey Heimat

Text: Claudia Casagrande
Luxus-Schneckerl
Avantgarde-Madl
Heimat-Gschbusi

Schon von weitem ist es zu hören, das Wirbeln, Tuten, Quicken, Brummen, Rauschen und Trompeten – die Lärmkulisse des Oktoberfests. Dann folgen einzelne visuelle Vorboten in Lederhosen und Dirndl. Kaum auf der Wiesn angekommen, wird der staunende Gast ohne Tracht plötzlich zum Außenseiter. Damit Sie sich auf dem größten Volksfest der Welt auf alle Fälle wohl- und zugehörig fühlen, zeigen wir Ihnen in unseren Bildergalerien die passenden Dirndl für jeden Typ.

Wer vom 22. September bis zum 7. Oktober 2007 einen Blick in die Zelte auf der Münchner Theresienwiese wirft, sieht ein wildes Treiben: Ausgelassen singen und tanzen Junge und Alte, Münchner und „Zuagroaßte“ auf den Bänken der Bierzelte.

Die meisten der Gäste feiern in Trachten – wobei die Vielfalt groß ist: Ungarische Muster mischen sich mit modernen Schnitten, Trägerinnen traditioneller Werdenfelser, Miesbacher oder Chiemgauer Dirndl schunkeln mit Luxusgeschöpfen in Seidendirndln. Der vor rund zehn Jahren angelaufene Trend, sich für das Volksfest tatsächlich auch traditionell zu kleiden, erreicht in diesem Jahr einen neuen Höhepunkt: Denn ein bisschen Tracht geht nicht mehr. Entweder richtig, oder gar nicht! Landhausmode gehört (Gott sei Dank) endgültig der Vergangenheit an.

Hier ein paar grundsätzliche Bemerkungen für Dirndlträgerinnen:

– Eng muss es sitzen – überall.

– Die Ausrede: „Ich hab nicht die richtige Figur“ gilt nicht mehr – heutzutage bieten viele spezialisierte Shops Dirndl für jede Figur an.

– Push-up-BHs sind ein Muss!

– Am besten passen Ballerinas zu modernen Dirndlträgerinnen. Wer sich für eine luxuriöse Variante entschieden hat, der darf auch High Heels tragen. Als absolutes No-No gelten Overknee- und Cowboystiefel.

Wer sich direkt vor Ort und kurz vor knapp von traditionellen Trachten inspirieren lassen möchte, der sollte sich am Sonntag, den 23. September an den Rand der Maximilianstraße stellen und von dort den Münchner Trachten- und Schützenzug beobachten. Rund 8000 Mitwirkende zeigen auf sieben Kilometern stolz ihre heimatlichen Gewänder.