Dolce & GabbanaSkandal-Werbung verboten

© Dolce&Gabbana

In der Modewelt liegen die Nerven blank. Erst die rasierte Scham bei Gucci, dann das letzte Abendmahl in weiblicher Besetzung bei Girbaud. Jetzt sorgt auch noch Dolce & Gabbana mit blutigen Gewaltszenen für Aufsehen.

© Gucci
Die "rasierte Scham" von Gucci

Die Anzeigenstrecke, in der gewaltbereite männliche Models mit blutigen Schusswunden zu sehen sind, wurde jetzt vom Kontrollrat der britischen Werbeindustrie verboten. Das Gremium gab als Begründung an, die Bilder seien unverantwortlich und verstießen gegen den guten Geschmack.

Damit reiht sich die Kampagne in die Liste der zehn Werbekampagnen ein, die 2006 am meisten aufgeregt haben.

Nach Angaben des Werberats hatten sich insgesamt 166 Menschen beschwert, nachdem die D&G-Anzeigen im vergangenen Jahr in zwei Londoner Zeitungen gedruckt worden waren. Den Vorwurf, die Kampagne habe Leser dazu ermutigt, sich selbst zu verletzen, wies der Rat jedoch zurück.

Skandalös

Das italienische Modehaus zeigte sich angesichts der heftigen Reaktionen in Großbritannien ein wenig verwundert. Wie ein Sprecher von D&G erklärte, seien die Anzeigen weltweit gedruckt und auch positiv angenommen worden, außer von den Briten. Die Fotos seien hoch stilisiert und eine ironische Darstellung napoleonischer Kunst.

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