InterviewNeue Perspektiven

Wo waren Sie zuletzt?
In der Wüste. Wüsten haben ein Mysterium, Spiritualität, Schönheit und sogar Glamour.

Warum die Wüste?
Wie Sie wissen, habe ich eine schwierige Zeit durchgemacht. Ich war auf Entzug. Ich musste zur Ruhe kommen, gründlich nachdenken und mein Leben neu ordnen. Die Wüste ist ein sehr guter Ort dafür.

Wie haben sich Ihre Prioritäten verändert, seit Sie vom Kokain weg sind?
Es sind noch die gleichen: erst die Familie, dann die Freunde und die Arbeit. Vor meiner Therapie habe ich ihnen weder genügend Zeit noch die Aufmerksamkeit geschenkt, die sie verdienen.

Haben Sie eine neue Perspektive gewonnen?
Ich suche nach einer Balance zwischen Glamour und Spiritualität. Das beschäftigt mich.

Sie haben Freunde wie Elton John, die sich mit Sucht auskennen. Konnten sie Ihnen helfen?
Sie haben mir Rückhalt gegeben. Sie sagten: Wir haben ein präzises Bild davon, was du jetzt tun solltest. Aber wie immer du dich entscheidest und ob du es schaffst oder nicht, wir stehen hinter dir. Wir werden dich nie im Stich lassen. Das war sehr wichtig für mich.

Was macht Freunde aus?
Dass sie aufeinander hören und voneinander lernen. Früher dachte ich, wenn ich nicht ein sehr großes Problem habe, dann muss ich mir von niemandem etwas
sagen lassen. Stimmt nur leider nicht. Kleine Probleme sind sehr prekär und man muss sich mit ihnen befassen. Sonst wird ein sehr großes Problem daraus.