Von „Casual“ bis „White Tie“ Was die Dresscodes bedeuten

 

Zur Weihnachtsfeier wie ins Büro? In Robe oder Cocktail-Kleid auf die Neujahrsgala? Wir entschlüssen die wichtigsten Kleiderordnungen. Plus: Styling-Vorschläge für jedes Fest.
Text: Diana Alemann
© Colourbox
Festliche Gala-Abende, Bälle, schicke Dinnereinladungen oder vornehme Business-Feiern: Zu Weihnachten und Silvester häufen sich die Einladungen und Events. Dabei wird man bei festlichen Anlässen oft mit formellen Dresscodes konfrontiert. Sie bestimmen, ob ein kurzes Cocktaikleid genehm ist oder ob man doch zur bodenlangen Robe greifen sollte. Von „Come as you are“, über „LBD“ bis hin zu „Dress to kill“ – weil viele verschiedene Begrifflichkeiten die Kleiderregeln festlegen, sind Eingeladene oft ratlos.
Smart Casual
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Come as you are, Casual und Smart Casual

Dabei suggerieren die Dresscodes oft fälschlicherweise, dass man sich keine großen Gedanken über sein Outfit machen muss. Bei „Come as you are“, was auf Deutsch so viel heißt wie „komm wie du bist“, ist der Sofa-Freizeit-Look beispielsweise fehl am Platze. Laut dem „Knigge“ bedeutet diese Kleiderordnung schlichtweg, dass der Gast direkt vom Büro zur Feier gehen kann, ohne sich vorher noch Abendkleidung anzuziehen. Frauen sollten dennoch darauf achten, dass es sich um eine gepflegte Garderobe handelt. Dunkel gewaschene Jeans zu eleganten Stiefeln und Bluse sind hier okay. Männer kommen im Anzug aber ohne Krawatte und dürfen gerne ebenfalls Denim-Hosen zum Sakko kombinieren.

Ähnlich verhält es sich mit der Bezeichnung „Casual“, also mit der Aufforderung zu einem lässigen Stil.
Der Eleganzgrad des Events steigt mit dem Zusatz „Smart“, der so viel wie clever oder schlau bedeutet. Die Schwierigkeit liegt dementsprechend darin, nicht overdressed, aber dennoch extrem gepflegt zu wirken. Es muss zwar kein schickes Abendkleid sein, Kostüm, Hosenanzug oder schicke Day Dresses sind aber angebracht.

Cocktail, LBD, Dress to kill, Cut

Die Wahl der richtigen Garderobe wird oft dadurch erschwert, dass die unterschiedlichsten Begrifflichkeiten für ein und dasselbe stehen. Die Dresscodes „Cocktail“ „Little Black Dress“ (kurz „LBD“) und „Dress to kill“ meinen, dass ein schickes Cocktailkleid angebracht ist.

Dieses darf Bein, Dekolleté und Schultern zeigen. Klassisches Schwarz ist natürlich immer die richtige Wahl, inzwischen sind aber auch andere Farben erlaubt.
Cut

Bei besonders festlichen Tagesanlässen wie Geburtstagsfeiern oder Jubiläen, findet man öfter den Dresscode „Cut“, die Kurzform für „Cutaway Coat“ (zu Deutsch: „Frack des Tages“). Der Name für diesen Dresscode stammt ursprünglich vom Gehrock, der für mehr Bewegungsfreiheit gekürzt wurde. Der Cutaway wird traditionell mit einer schwarz-grau gestreiften Hose, einer wahlweise hellgrauen oder farbigen Weste, einem weißen Hemd und einer silbergrauen Krawatte kombiniert. Vorsicht: Schwarze Cuts trägt man in Deutschland nur zu Beisetzungen!

Frauen dürfen bei fröhlichen „Cut“-Events ruhig auf mehr Farbe zurückgreifen. Kurze Kleider und Kostüme sind die richtige Wahl. Die Accessoires sollten dabei nicht zu festlich, sondern lieber schlicht gehalten sein. Auf allzu glitzernde Elemente müssen Gäste verzichten.
Black Tie
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Black Tie

Bei Hochzeiten, Theaterpremieren oder Opern findet man in der Einladung oft den Hinweis „Black Tie“. Für die Männer ist dann der Smoking obligatorisch. Er wird am besten mit einer schwarzen Fliege, einem Einstecktuch aus Seide, Kummerbund oder Weste, einem weißem Smokinghemd (mit Umschlagmanschetten) und glatten schwarzen Lederschuhen mit dünner Sohle kombiniert.

Frauen haben bei der Kleiderwahl mehr Spielraum. Das Kleid sollte natürlich dem festlichen Anlass entsprechen und knielang oder länger sein. Farbe und Stoff des Kleides können dann frei nach Geschmack und modischen Vorlieben gewählt werden. Kleider im Empire-Stil sind echte Firgurschmeichler, da der weich fließende Stoff eine schöne Silhouette zaubert. Sehr angesagt in dieser Saison sind außerdem asymmetrische Kleider mit Faltendrapierung, wie sie etwa bei den aktuellen Kollektionen von Helmut Lang und Victoria Beckham zu sehen waren.

Bei der Wahl der Handtasche gilt die Faustregel: Kleiner als ein Frauenkopf sollte sie sein. Im Trend liegen Handtaschen in so genannter Baguette-Form und Clutches.
White Tie
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White Tie

Wem ein Brief mit dem Vermerk „White Tie“ ins Haus flattert, der darf vermutlich zu einem großen Ball oder Bankett gehen und sich so richtig in Schale schmeißen. Männer greifen dann zum Frack, dem so genannten „großen Gesellschaftsanzug“. Dazu ein weißes Hemd mit steifem Kläppchenkragen und wie der Name des Dresscodes bereits verrät, eine weiße Fliege.

Für Modeliebhaberinnen schlägt bei „White Tie“-Events die ganz große Stunde. Sie dürfen in prachtvoll verarbeiteten, bodenlangen Roben und in ultrahohen High Heels über das festliche Parkett schreiten. Im Idealfall handelt es sich dabei um ein Abendkleid, bei dem die Schultern unbedeckt bleiben.

Draußen schützt eine Stola für Kälte im Schnee. Bei sehr eleganten Anlässen ist es ratsam auf gedeckte Farben zurückzugreifen. Vorsicht ist auch bei glänzenden Stoffen geboten, die in Kombination mit dem falschen Schnitt schnell auftragen können.

Generell gilt wie so oft: Weniger ist mehr. Wer also eine prachtvoll verarbeitete Robe vorführt, sollte sich beim Schmuck zurückhalten.
Gast  |  24.12.2011, 15:08
Immer Prolls
meinen, Benimm Regeln wären unwichtig. Entsprechend immr mehr Steuerzahler sind ncht mehr bereit, die schlecht erzogene Unterschicht durchzufüttern.

Jeans im Büro Träger  |  23.12.2011, 12:30
versteh ich nicht
Hallo Münchnerin, warum tut Ihnen jemand leid der freiwillig auf etwas verzichtet ? Ich habe er Mitleid für Leute die das Gefühl haben Sie müssen irgendwie aussehen damit man irgendwo rein passt ... In dem Sinn ... jedem das seine ... mir das meiste ...

die_muenchnerin  |  1 Kommentar  |  22.12.2011, 18:39
Knigge
Schneiden darf man die Kartoffeln schon, aber wenn man sie mit der Gabel teilt wird die Trennfläche rauher und nimmt die Soße besser auf - was sich auf den Geschmack durchaus positiv auswirkt. Und zur Kleidung: Dadurch, daß man sich Gedanken über die für den Anlaß angemessene Kleidung macht, zeigt man lediglich Respekt für die anderen Teilnehmer. Abgesehen gibt mir die passende Kleidung auch die Souveränität, mich im Büro, in der Oper, auf einem Ball wohlzufühlen und so kommt man (frau) dann auch rüber. Wenn Sie auf diesen Effekt verzichten wollen, tun Sie mir leid. Schöne Grüße, die Münchnerin
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