Die neuen Accessoires 2006Fashion-Extras

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Model presents creation as part of Byblos Fall/Winter women's collection during Milan Fashion Week

Hauptsache
Think big gilt für Hüte und Mützen: Was bei Minusgraden lange lästige Pflicht war, ist jetzt schönste Styling-Kür. Kopfbedeckungen setzen Akzente. Je auffälliger, desto besser. Ob Megamützen, maximale Maschen zum Romantik-Look oder eleganter Hut mit Doppeleffekt – dezent war gestern. Aber mit der Mütze sorglos einen Bad Hair Day kaschieren ebenfalls. Als neues It-Accessoire werden Kopfbedeckungen so sorgfältig auf den Look abgestimmt wie eine Handtasche. Am schönsten Ton in Ton mit dem Outfit.

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Model presents creation from Joaquim Verdu Fall/Winter 2006/2007 collection at Pasarela Barcelona fashion show in Barcelona

Glanzstücke
Die neue Seriosität in der Mode beeinflusst auch den Halsschmuck. Geklimper mit vielen bunten Hippie-Perlen, verspielte Herzchen aus Halbedelsteinen, falsches Strassgeglitzer – alles passé. Plakativ soll Schmuck sein, nicht zierlich. Fast schon Kunstobjekte, die Selbstbewusstsein signalisieren. Jetzt haben Sie kreative Unikate am Hals. Gern auch superluxuriös. Sogar Weiß- und Gelbgoldketten werden gemischt. Raffiniert: wenn Muster, Farben und Motive der Kleidung sich im Schmuck wiederholen.

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Model wears a creation for designer Ashish during his Spring/Summer 2007 show at London Fashion Week

Ausgereift
Jetzt am Puls der Zeit: die Handgelenke. Je reduzierter und schwärzer die Outfits, umso prächtiger und üppiger darf auch der Armschmuck sein. Bestes Beispiel: klassische schwarze Leder- und Krokoreife im Zehnerpack oder mehrere handgeschmiedete Goldreihen. Aber bitte nicht übertreiben! Wenn schon die Handgelenke den Blick so auf sich ziehen, würde zusätzlicher Schmuck überladen wirken. Sich für einen Platz entscheiden – entweder Arm oder Dekolleté – und diesen dann üppig in Szene setzen. Edel soll es wirken, nicht protzig.

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Model presents a creation as part of  Gaspard Yurkievich's ready to wear women's collection during Paris Fashion Week

Alles drin
Ideale Begleiter für den Mode-Reduktionismus: Handtaschen mit Charisma. Basis ist die feminine Citybag, die in allen Größen daherkommt: geschrumpft als Luxus-Miniatur oder aufgepumpt zum Oversize. Die Materialien reichen von Knautschleder über Kroko zu Lack. Hauptsache glamourös. Ob Mini, Medium oder XXL – für welches Format Sie sich entscheiden, hängt von Ihnen ab. Beim Styling dagegen ist Kreativität gefragt: Mal greift die Tasche einen Farbton aus dem Stoffmuster auf, mal ist sie auf Harmonie bedacht. Wichtigste Stylingpartner: die passenden Handschuhe.

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Models present creations as part of Byblos Fall/Winter women's collection during Milan Fashion Week

Sensationelle Sohlen
Neue Plattform für die größte Leidenschaft der Frauen: Pumps, Stiefeletten und Stiefel werden jetzt auf Plateaus hochgestellt. Der Boom der Wedges ebbt etwas ab. Innovative Formen erinnern zwar noch an sie, aber insgesamt geben nun dicke Sohlen und Blockabsätze die Richtung vor, von extrem bis gemäßigt. Auch der Pfennigabsatz bleibt – weil unnachahmlich elegant – im Spiel. Auffallend die Vorliebe für Riemchen und Schnallen. Dazu blickdichte Strümpfe oder Strickleggings.

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A model wears a creation by Tracy Reese at New York Fashion Week

Mitte, bitte
Mehr Taille wagen! Bauchfrei-Look, offene Sicht auf Hüftspeck, Tattoos und Nabel aller Art – all das kehrt zurück in seinen natürlichen Lebensraum, an den Pool. Eine gute Nachricht, finden wir. Die zentrale Stelle in der Körpermitte nehmen dafür die schönsten Gürtel seit langem ein. Sie rutschen höher und wollen beeindrucken. Grandios zu Schleifen geknüpfte Metallbänder, Kettengürtel zäumen kleine Schwarze auf und schnallen Schottenkaros enger. Sogar Understatement-Fans können sich austoben: zwei klassische Gürtel kombinieren – keine schlichte Idee.