It-BagsDresscodes

© André Mühling

Tasche aufs Outfit abstimmen – oder umgekehrt?
Ersteres. Denn: Kleidung muss nicht stilistisch zur Tasche passen, sondern lediglich ihre Wirkung optimal unterstreichen. Eine Lacktasche von Chanel mit goldenem Riemen kann zum Kostüm brav aussehen – mit löchrigen Jeans und Tanktop ist sie plötzlich cool. Eine Fendi-„Spy“ in Regenbogenfarben wirkt umso mehr, je klassischer das Outfit ist. Im Übrigen ist es in der Mode wie in der Liebe: Gegensätze sind immer spannender als totale Harmonie.

Was darf an einer Tasche baumeln?
Am besten nichts – oder besser gesagt, nichts mehr. Tücher, Ketten, kleine Püppchen etc. sind schon seit zwei Jahren wieder out.

Darf ich Fakes tragen?
Juristisch und moralisch gesehen: Nein. Die Verluste, die Luxuskonzerne wie LVMH durch Billigkopien aus Asien erleiden, gehen jedes Jahr in Millardenhöhe. Zudem: Es gibt tatsächlich so gut wie keine wirklich gut gemachten Fakes. Die Regel sind schlechtes Leder, lausige Verarbeitung, grobe Designfehler. Man muss noch nicht einmal einen modischen Adlerblick haben, um eine Kopie auf den ersten Blick zu entlarven. Das kann richtig peinlich werden. Und wer Qualität liebt, wird daran ohnehin keine Freude haben. Eine originelle, hochwertige No-Label-Tasche oder ein witziges Unikat vom Flohmarkt zeugen allemal von besserem Geschmack als eine Fake-Fendi.

Abendtaschen sind irgendwie immer zu klein. Was muss unbedingt reinpassen, damit ich mich hinterher nicht ärgere?
Kreditkarte, Handy, Schlüssel, Puder, Gloss. Mehr muss nicht mit.