High-Heel-Lauftrainerin„Kate Middleton läuft schlecht auf High Heels“

von Amici Fashion-Weeker
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© VOX/Timmo Schreiber
Zehn Zentimeter. Das ist die Messlatte, bei der so manche Frau in Panik verfällt. Denn bei zehn Zentimetern Absatzhöhe wird aus einem ganz normalen Schuh der modische High Heel. Und damit nicht genug. In Sekundenschnelle werden auch die Beine länger, die Fesseln schmaler, die Füße kleiner, die Waden und Oberschenkel definierter und der Po knackiger.

Dennoch: Viele Frauen trauen sich nicht in diese schwindelerregenden Höhen. Denn so schön der Gang auf High Heels auch ist. Er will auch gekonnt sein.

Daher gibt es nun Nachhilfe. In seiner neuen Sendung „Chicas Walk Academy“, die um 20.15 Uhr auf Vox anläuft,  wird Ex-„Germany’s next Topmodel“- Laufstegtrainer Jorge González in die Kunst des High-Heel-Laufs einführen. In sechs aufeinanderfolgenden Sendungen will er unter anderem dem Danceteam der Hamburger Eishockeymannschaft ein neues Selbstwert- und Körpergefühl geben. Ganz nach González’ Motto: „Wie Du gehst, so gehst Du auch durch Leben“. Und das auf mindestens zehn Zentimetern Absatz.

Video / 1:28 Min. / AMICA Online/Wochit

 


Auch Britta Birckner weiß um die Wirkung von hohen Schuhen. Die Hamburgerin bringt bereits seit vier Jahren Frauen das Laufen auf High Heels bei und hat – so sagt sie – schon aus so mancher grauen Maus einen stolzen Schwan gezaubert. Wie das geht? Im Interview mit AMICA Online verrät die 55-Jährige, die seit 40 Jahren auf High Heels steht, worauf es beim Lauf auf zehn Zentimetern aufwärts ankommt.

© Britta Birckner
AMICA Online: Frau Birckner, was will die High Heel School?
Britta Birckner: Die High Heel School will in erster Linie Lebensfreude wecken. Dabei stehen die High Heels im Mittelpunkt. Sie sind aber nur Mittel zum Zweck. Denn, wenn ich mich dazu entscheide, auf High Heels laufen zu können, dann muss ich es aushalten, angeschaut zu werden. Ich muss ein Körperbewusstsein, ein Selbstbewusstsein entwickeln und die Haltung können. Und das lernen die Frauen bei uns in den Workshops.

Wie sieht das in Ihren Workshops genau aus?

© Britta Birckner
Bevor wir mit dem vierstündigen Lauftraining beginnen, begrüßen wir alle Teilnehmerinnen mit einem Glas Prosecco und lernen uns gegenseitig kennen. Dann folgt der erste Walk, bei dem wir uns ansehen, wie die einzelne Teilnehmerin auf ihren Schuhen mit mindestens sechs Zentimetern Absatz zurechtkommt. Danach schauen wir uns die mitgebrachten High Heels an, vermessen die Füße und es folgt eine kleine Absatzlehre und Schuhkunde, bevor das Lauftraining fortgesetzt wird. Mit unseren speziell entwickelten Entspannungsübungen und praktischen Tipps, die wir den Teilnehmerinnen auch als Handout mitgeben, kann jede Teilnehmerin auch zu Hause weiter üben.

Absatzlehre?
Ja, es gibt ohne Ende Absätze, wie den Keil-, den Pfennig-, den Contour- oder den Flareabsatz. Die meisten kommen aus dem Tanzbereich. Wenn ich zum Beispiel viel stehe, dann ist ein Flareabsatz besser, bei viel Bewegung eher der Contourabsatz, da man sich besser mit diesem drehen kann. Wenn ich also weiß, auf der kommenden Hochzeit stehe ich viel, oder ich bin eine große, schwere Frau, dann sollte ich zum Flareabsatz greifen. 

Was habe ich denn noch zu beachten, wenn ich mit High Heels auf ein Event gehe?

© Britta Birckner
Zunächst müssen Sie sich klar machen, dass 80 Prozent des eigenen Körpergewichts auf dem Zehen- beziehungsweise Ballenbereich liegen, wenn Sie einen High Heel tragen. Und die liegen da, egal, wie viele Sohlen, Polster oder chemische Sprays man nutzt. Man muss wissen, wie man den Körper auf diese Position ausrichtet.

Wie stehe ich den Abend dann ohne große Probleme durch?
Zum Beispiel durch Gewichtsverlagerungen. Man darf nicht steif in der Gegend herumstehen. Niemals die Knie gerade durchdrücken und verkrampfen. Immer leicht und langsam, also unauffällig, von einem Schuh zum anderen Schuh bewegen.

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„Kate Middleton läuft schlecht auf High Heels“