HitlisteDie legendärsten Clubs

Dracula Club, St. Moritz:
Discogruft. Mitglieder: alles, was mal schön war und noch reich ist. Ehrenplayboys: Gunter Sachs, Roland Berger. Mitgliederzahl: 200. Aufnahmeverfahren: Man muss von einem Mitglied vorgeschlagen werden, dann entscheidet ein Komitee.
Gäste: gern, gegen erhöhten Eintritt. Dresscode: Seidenschal, Slipper. Claim to fame: als Berger noch auf den Tischen tanzte, als Sachs noch Hof hielt …

China Club, Berlin:
Medien- und Kunstelitenlounge. Mitglieder: müssen bereit sein, 10000 Euro Aufnahmegebühr zu zahlen. Mitgliederzahl: 400. Aufnahmeverfahren: persönliches Bewerbungsgespräch, dann unterliegt man dem Willen des Kuratoriums. Gäste: erlaubt. Dresscode: zwanglos, chic. Claim to fame: 10000 Euro Aufnahmegebühr!

The Bohemian Grove, Kalifornien:
Geheimbund, der sich auf einem abgeschirmten Grundstück nördlich von San Francisco zu Power-Barbecues trifft. Mitglieder: George W. Bush, Henry Kissinger, Clint Eastwood. Mitgliederzahl: 2700, „ein Mitglied pro Morgen Land“. Aufnahmeverfahren: Vergessen Sie’s. Erstens ist die Warteliste 3000 Leute lang und das bei einer durchschnittlichen Wartezeit von 15–20 Jahren. Zweitens sind Sie eine Frau. Gäste: Ha! Selbst Ehefrauen dürfen nur an Familienwochenenden mitkommen und müssen vor Sonnenuntergang wieder gehen. Dresscode: Zigarre, Whiskeyglas. Claim to fame: Hier wurde 1942 die Atombombe ausgetüftelt.

The Groucho Club, London:
Wo sich Schriftsteller, Journalisten und Künstlertypen herrschaftlich besaufen. Mitglieder: Stephen Fry, Salman Rushdie. Mitgliederzahl: 4000. Aufnahmeverfahren: zu kompliziert, um es hier zu wiederholen. Sie haben allerdings hervorragende Chancen, falls Sie schon mal von einem anderen Club abgewiesen wurden. Das Motto des Groucho, frei nach Groucho Marx: „I don’t care to belong to any club that would accept me as a member.“ Gäste: aber ja. Dresscode: Ist das nach dem fünften Wodka-Martini nicht sowieso egal? Claim to fame: der erste Londoner Club, in dem Absinth serviert wurde.

Soho House, New York:
Chichi-Hotel, in dem die Manhattaner Society abhängt und solche, die es gern wären. Mitglieder: Das ist geheimer als das wahre Alter der meisten Mitglieder. Wenn man Glück hat, trifft man im Restaurant auf Candace Bushnell, Naomi Watts oder gar die Beckhams. Aufnahmeverfahren: Ein Batzen Geld oder eine Verbindung zu einer East-Coast-Dynastie dürfte hilfreich sein. Gäste: aber nur im Restaurant. Und auf den Zimmern. Dresscode (am Dachpool): Erès-Bikini, Jimmy-Choo-Stilettos, gelangweilter Blick. Claim to fame: Die „Sex and the City“-Episode, in der Samantha versucht, sich eine Mitgliedschaft zu erschleichen. Und scheitert.

(Quellen: China Club, Berlin, „San Francisco Chronicle“, The Groucho Club, „The Guardian“, „The Telegraph“, Soho House, Promigeflüster)