Karriere-MenschenUnvermögen ist eine Stärke

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Je höher jemand auf der Karriereleiter klettert, desto mehr fühlt er sich wie ein Betrüger – als würde er sich für etwas ausgeben, was er nicht ist. Je eindrucksvoller die eigene Business-Card ist, desto häufiger geschieht es, dass er darauf schaut und denkt: Das bin doch gar nicht ich.

Dabei machen sich die zerknirschten Aufsteiger ganz unbegründet Sorgen. Ihr scheinbares Unvermögen, das Leben lückenlos durchzudesignen, ist in Wahrheit eine Stärke. Denn wer es schafft, den Maniküretermin zu ignorieren oder eine dicke Portion McFlurry irgendeinem Chichi-Dessert vorzuziehen, zeigt nur, wie souverän er mit seinem Leben umgeht. Perfekt ist perfekt, aber menschlich ist sympathischer. Und erfolgreich wird man, damit man selbst Fleißkärtchen verteilen kann, nicht, um immer noch dem Urteil anderer hinterherzuhecheln. Außerdem steckt in schmuddeligen Hundedecken und Taschen ohnehin nur das, was Managementcoaches als größte Führungsqualifikation bezeichnen: Authentizität.

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Unvermögen ist eine Stärke