FigurwahnModemacher zeigen Größe

Die spanischen Behörden greifen gegen den fortschreitenden Schlankheitswahn durch – und die Textilriesen Zara und Mango beugen sich: So soll es künftig keine zu dünnen Puppen mehr in den Schaufenstern geben, die Spezialabteilungen für „große Größen“ werden abgeschafft. Zudem schreibt eine landesweite Vereinbarung ein einheitliches Größensystem vor.

„Die Mode soll Frauen ermöglichen, sich wohl zu fühlen, so wie sie sind“, so Angeles Heras, Direktorin der spanischen Konsumbehörde, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Die großen Kleidermarken werden sich beim Entwurf ihrer Größen ab 2008 an den Maßen der spanischen Kundinnen orientieren – und nicht mehr wie bisher an einem utopischen Ideal.

Diese „Normalmaße“ sollen dabei im Vorfeld im Rahmen einer großen Studie vom spanischen Gesundheitsministerium ermittelt werden: 8500 Frauen und Mädchen zwischen zwölf und 70 Jahren in 60 verschiedenen Gemeinden sollen vermessen werden. Ergebnis soll die „Durchschnitts-Spanierin“ sein.