Kurz vor der Shop-Eröffnung in MünchenEin Tag mit den „Hot Guys“ von Abercrombie & Fitch

von AMICA Online Autorin
Alle Infos zu Kristina: oder folge mir auf
© Abercrombie & Fitch
Ein Bad in der Waschbrettbauch-Menge: AMICA-Online-Autorin Kristina Machalke ließ sich von den heißen A&F-Jungs tragen.

„Einfach nur Wow! Wow, ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Wow!“, stöhnt eine Frau beim Anblick der 50 „Hot Guys“ am Freitag in der Münchener Fußgängerzone. In Reih und Glied präsentieren die heißen Jungs vor dem neuen Abercrombie & Fitch-Laden ihre perfekt trainierten Waschbrettbäuche. Dass die Zuschauerin, die ihrer 14-jährigen Tochter zuliebe zum Fototermin gekommen ist, in den Genuss eines solchen Panoramas kommen würde, habe sie sich nicht im Leben vorstellen können, sagt sie, den Blick immer noch fest auf die halbnackten Jungs fixiert. „Man kann gegen Abercrombie & Fitch sagen, was man will, aber Geschmack haben die“, so die Mutter weiter.

Sie spricht dabei nicht von dem besonderen Design der amerikanischen Marke, der Laden in München wird erst am Donnerstag, den 25. Oktober 2012, seine Pforten öffnen. Sie redet von ihren Markenbotschaftern. Bei den sogenannten „Hot Guys“ handelt es sich um eine Auswahl der ansehnlichsten, am besten trainierten und strahlendsten Mitarbeiter von Abercrombie & Fitch. Sie kommen aus den USA, Italien, Großbritannien, Frankreich, Dänemark, Spanien, Japan, Belgien, Singapur und Hongkong. Immer wenn ein neuer Laden des amerikanischen Labels eröffnet werden soll, sorgen die Mitarbeiter höchstpersönlich und mit vollem Körpereinsatz dafür, dass die Städter nicht an ihm vorbei kommen. Sie sind inzwischen weltweit Kult.

© AMICA Online
Der muskulöse Student Finn fängt im neuen Münchner Shop als Mitarbeiter an.
„Die Reaktionen sind typisch deutsch“

Da stehen sie: Ein Körper perfekter als der andere, sie winken aus den Fenstern und vom Balkon des künftigen Shops in der Sendlinger Straße 8 in München – und das stundenlang. Dauergrinsend strahlen sie mit der Herbstsonne um die Wette. Sie klatschen, jubeln und versuchen mit Parolen wie „Munich, we love you“, die Münchener zu animieren. Kein einfacher Job bei den – sagen wir – zurückhaltenden Deutschen. „Die Reaktionen sind typisch deutsch. In den USA gehen die Leute da schon anders ab, da schreien die Menschen mit und machen richtig Party“, weiß Zuschauer Peter aus eigener Erfahrung. Hier ernten die Jungs viele verwirrte Blicke. Aber: Ein paar Mädchen mit geröteten Wangen lassen sich kichernd mit ihnen fotografieren.

Ob der blonde Surfer-Boy aus Kalifornien, der afroamerikanische Athlet aus New York oder der süße Asia-Guy aus Hongkong – alle Mitarbeiter sind von Kopf bis Unterwäsche auf ihren Arbeitgeber eingestellt. Nicht nur der perfekte Look mit eisenhartem Six-Pack, Wuschelfrisur, dem auch in sämtlichen Shops verströmten A&F-Duft und Used-Jeans, sondern ihr ganzer Charakter soll die Philosophie des Unternehmens widerspiegeln. „Man braucht Selbstbewusstsein, Persönlichkeit und Natürlichkeit. Der A&F-Lifestyle passt perfekt zu mir“, erzählt Fitnesstrainer und Rugbyspieler Chris. Er arbeitet im Flagship-Store London und tourt schon einige Jahre als „Hot Guy“ um die Welt.

„In dem Job muss man gut aussehen und in Form sein und lustig, aufgeschlossen, cool und freundlich“, erklärt Finn aus München, der sich ab sofort neben seinem Studium zum erlesenen Kreis der A&F-Mitarbeiter und „Hot Guys“ zählen darf. Ihr Alter und ihren Nachnamen dürfen die Jungs jedoch nicht preisgeben.

Die Bus-Tour der A&F-Jungs
Die Hot Guys von Abercrombie & Fitch
Kraft und Stärke seit 1892

Auch, wenn viele Münchner Männer laut eigener Aussage heute lieber weibliche Models gesehen hätten: „Das kultige Image des heißen Typs passt perfekt zum traditionsreichen Label Abercrombie & Fitch, das seit 1892 für Kraft und Stärke steht“, weiß Michael Scheiner, Direktor für Marketing und Kommunikation. Das Label stattete in der Vergangenheit schon die US-Präsidenten Theodore Roosevelt und John F. Kennedy oder die amerikanischen Ikonen James Dean und Katharine Hepburn aus. Als Jagdsportausrüster gestartet, wandelte es sich in den 90er-Jahren zur Lifestyle-Marke. Weltweit betreibt Abercrombie & Fitch 1055 Läden, nach Düsseldorf und Hamburg eröffnet in München der dritte deutsche Store.

Bis dahin sollen die hübschen Jungs den Münchnern einheizen und sie heiß auf die Shop-Eröffnung machen. Sechs Tage lang kann man sie überall in der Stadt erleben, oben ohne machen sie in einem umgestylten Touristenbus machen sie die Straßen unsicher. Mit dröhnenden Elektro-Beats tanzen, winken und jubeln sie vom oberen Deck aus den leicht überforderten Passanten zu – Auffahrunfälle verzückter Frauen wohl einkalkuliert. Party machen lautet ihr Auftrag.

Das Unternehmen Abercrombie & Fitch weiß das Motto „Sex sells“ gekonnt für sich zu nutzen. Neben all den barbusigen Damen auf Magazinen und Werbeplakaten sind die „Hot Guys“ aber eine willkommene Abwechslung für das weibliche Auge. Bei der Auswahl der Mitarbeiter hat das US-Label definitiv Geschmack bewiesen. Auch der neue Laden in der Münchner Fußgängerzone beeindruckt rein äußerlich. All das macht auch die Münchner neugierig darauf, was sich hinter der renovierten Fassade verbirgt. Mit einer Verkaufsfläche von rund 3300 Quadratmetern ist dieser Flagship-Store von Abercrombie & Fitch jedenfalls der zweitgrößte Europas.

Google-Anzeigen
Gästin  |  26.10.2012 09:57
Hot or NOT?
1. diese Anoraks sind nicht "hot", sondern haben was von Müllmann 2. Flipflops sind sowas von überhaupt nicht "hot", sondern gehören eher verboten. 3. die Gesichter sind auch nicht so richtig meins, geschweigedenn diese möchtegernverwegenen Frisuren. Über die Waschbrettbäuche können wir reden. Kommt aber auf den Nabel an.

MW  |  25.10.2012 09:37
Oh Gott
... stinkt es in der Münchener Innenstadt demnächst genauso wie in Hamburg nach A&F Kunden-anlock-Duft?

sonoxx  |  24.10.2012 19:16
Nun ja
abgesehen von den trainierten bodies bin ich als femininer "best ager" zunächst einmal absolut abgetörnt von diesen unerotischen Badelatschen. Pardon, aber diese Zehentreter zerstören jeden Hauch maskuliner Faszination dieser zugegeben ansonsten opishen Augenweide. Es ist wie bei einem Unfall, man will nicht hinschauen, wird aber irgendwie gezwungen, hinzustarren...Mannerfüße sind nun mal nicht jederfrau s Sache. Manches sollte besser verhüllt und der Phantasie überlassen bleiben..

Kommentar schreiben
Name
Überschrift
Ihr Kommentar