Anti-AgingCremes, die vorbeugen

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Inzwischen kümmert sich auch die Kosmetikindustrie verstärkt um die junge Anti-Aging-Kundin ab 30, für deren Haut ein Feuchtigkeitsspender allein nicht mehr ausreicht, die aber noch nicht bereit ist für eine echte Anti-Falten-Creme. Nicht Anti-Aging, sondern „Pro Youthing“ oder „Better Aging“ heißen deshalb auch die aktuellen Schlagworte. Ziel dieser neuen Produkte ist, die Haut in ihren natürlichen Funktionen zu unterstützen.

Tatsächlich nämlich beginnt der Wettlauf mit der Zeit bereits ab Mitte 20, wenn die Zellen langsam ihre Energie drosseln und weniger stützende Kollagenfasern produzieren sowie der Feuchtigkeitsgehalt in der Haut nachlässt. „Die Weichteile des Gesichts beginnen schon ab etwa 25 Jahren abzusinken“, bestätigt Dr. Patrizia von Eitzen, plastische Chirurgin aus Hamburg. Ab 30 hinterlassen die Zeichen der Zeit deutlichere Spuren. Zu den ersten Fältchen an der Stirn und um die Augen kommen dann Augenringe und Schwellungen hinzu. Mit 40 verstärkt sich die Nasolabialfalte und es tauchen kleine Fältchen an der Oberlippe auf.

Auch wen gute Gene lange jung halten, kann sich nicht allein darauf verlassen. Sie beeinflussen nämlich nur 25 Prozent des Alterungsprozesses, die restlichen 75 müssen wir selbst steuern. Die Übeltäter sind dabei die üblichen Verdächtigen wie Stress, Rauchen, Alkohol und UV-Strahlen, weil sie die Produktion Freier Radikaler vervielfachen und damit langfristig die zellulären Proteine zerstören. Klingt alles dramatisch, lässt sich aber mit den richtigen Beauty-Produkten zumindest verzögern.

Early-Anti-Aging-Cremes sind darauf ausgerichtet, die Energiequellen der Haut wieder zu füllen und gleichzeitig ihre Widerstandskraft zu stärken. In den Labors der Kosmetikfirmen wurden dafür verschiedene Ansätze entwickelt, mit neuen Wirkstoffen: Extrakte aus Ginseng oder Plankton richten sich direkt an die Mitochondrien, die als Energiezentralen im Zellinneren arbeiten, und verschaffen ihnen mehr Kraft (z. B. Givenchy Power Youth). Anti-Stress-Proteine stärken die Resistenz der Zellen, damit sie unter schädlichen Umwelteinflüssen den Angriffen von Freien Radikalen besser standhalten (z.B. Kanebo Sensai Silk Early-Anti-Ageing Skin Care). Spezielle Matrixyl-Komplexe (z.B. 30 & Co Superstar Serum Contemporary Natural Skin Care) sorgen dafür, dass die Haut fest und elastisch bleibt, indem sie den Zusammenhalt zwischen den einzelnen Hautschichten unterstützen und die Kommunikation der Zellen untereinander ankurbeln.

UV-Strahlen sind bekanntlich die größten Feinde unserer Haut. Deshalb ist Sonnenschutz – nicht nur im Urlaub, sondern auch im Alltag in Form von Tagespflege mit Lichtschutzfaktor – mit das wichtigste präventive Anti-Aging-Mittel. Und oftmals sind Falten, die früh sichtbar werden, bereits auf Sonnenschäden aus Kinderjahren zurückzuführen, die sich der Haut eingeprägt haben. Dagegen wird ein Wirkstoffduo aus Ceramiden und Peptiden der weißen Lupine eingesetzt. Wie eine zweite Haut legt sich dieses Bi-Skin-Konzentrat auf die Haut und hebt Fältchen hoch (z.B. Dior Capture R 60/80 1ères Rides). Ein weiterer bewährter Inhaltsstoff, um die natürliche Hauterneuerung zu unterstützen, ist Vitamin B3 (z.B. Oil of Olaz Total Effects 7x).

Da die dünnhäutige Augenregion besonders anfällig für erste Anzeichen der Hautalterung ist, sollte auch diese Partie früh ins Anti-Aging-Programm einbezogen werden. Schon die normale Belastung der über 10 000 Lidschläge pro Tag stresst die hochempfindliche Zone. Am besten geschützt ist sie mit einer Augenpflege, die oxidative Angriffe abwehrt und die Haut von innen heraus glättet, indem sie die Zellerneuerung anregt. Mikro-aktives Gold verfügt über solch revitalisierende Energie (z.B. Helena Rubinstein Gold Future Eye Reviver).

Anti-Aging-Hormon Melatonin
Das Hormon Melatonin reguliert den Schlaf-Wach-Rhythmus und wird darum oft als Mittel gegen Jetlag eingenommen. Was wenige wissen: Es stärkt das Immunsystem und wirkt antioxidativ, fängt also die zerstörerischen Freien Radikalen im Körper ab. Außerdem beeinflusst es den Insulinspiegel und reguliert den Blutdruck.

Nüsse für mehr Melatonin: Die Melatoninproduktion kann angeregt werden, indem man abends eine Tasse Johanniskrauttee trinkt. Ebenfalls eine positive Wirkung haben Sojabohnen, Erdnüsse und Mandeln, Thunfisch, Rinderfilet, Emmentaler und Hüttenkäse.