Anti-AgingLänger jung

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„Die Epoche der Barbie-Ästhetik ist endgültig passé“, sagt Heinz Bull, Präsident der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland (GÄCD). Beauty-Medizin hat sich in den letzten Jahren grundlegend geändert. Der neue Trend: Alles soll natürlich aussehen. Statt großer Operationen als späte Notmaßnahmen werden jetzt frühzeitig kleinere Eingriffe ausgeführt. Die Devise: Vorbeugen statt nachbessern.

Das bedeutet: Hautärzte werden immer wichtigere Verbündete im Kampf gegen das Alter und laufen den Schönheitschirurgen allmählich den Rang ab – ihre Adressen werden auf Society-Partys neuerdings eifrig gehandelt. Und: Die Frauen, die zu ihnen kommen, werden immer jünger. Im Haut- und Laser-Zentrum des Münchner Dermatologen Stefan Duve steigt der Anteil der 25- bis 30-jährigen Patientinnen stetig an. „Sie kommen nicht erst, wenn Fältchen bereits da sind“, hat er beobachtet, „sondern um zu verhindern, dass sie überhaupt sichtbar werden.“ Der renommierte römische Schönheitschirurg Nicolò Scuderi empfiehlt „kleine Eingriffe wie Faltenunterspritzungen oder nichtinvasive Treatments wie Laser, Peelings und Cremes“. Behandlungen, die auch in dermatologischen Praxen ausgeführt werden können – in Beauty-Sprechstunden nach amerikanischem Vorbild.

Wie Jennifer W., die mit 25 das erste Fruchtsäure-Peeling hatte, „weil meine Haut so fahl aussah“. Zwei Jahre später ließ sie sich die Augenfältchen unterspritzen. Die 32-jährige Stylistin gehört zur „Um die 30“-Fraktion, für die die Altersvorsorge beim Hautarzt selbstverständlich ist. Aber: Welche Behandlungen machen für junge Frauen überhaupt Sinn? Und was bewirken Sie? Hier ein Überblick über die wichtigsten präventiven Anti-Aging-Treatments für die Thirtysomethings.