Fashion meets Hollywood Laufsteg der Stars

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Fashion meets Hollywood. Auf manchen Shows sieht man vor lauter Celebrities kaum noch die Mode. Julia Werner berichtet aus der Front Row der Eitelkeiten – und wie man selbst zum VIP wird.
Die Designer haben ein neues Prestigeobjekt: den Superstar. Dass nichts mehr Publicity für ein Modelabel erzeugt als eine Hollywood-Schauspielerin, die ein Kleid der Marke trägt, wissen wir schon lange. Und dass ein A-Lister in der ersten Reihe für mehr Berichterstattung nach einer Show sorgt, auch.

Gab man sich noch vor ein paar Jahren mit lokalen Größen zufrieden, überbieten sich mittlerweile Designer von Karl Lagerfeld bis John Galliano mit immer größeren Zugnummern des Showbusiness. Was dazu führt, dass sich nach Victoria Beckham zum Beispiel heutzutage eigentlich keiner mehr umdreht.

Am besten funktioniert das System „Du kommst zu meiner Show, ich versorge dich mit feinsten Fummeln“ in Mailand und New York (die Pariser sind gern selbst die Stars). Die erste Reihe, auch Front Row genannt, ist hier so wichtig wie die Mode selbst. Das kann manchmal anstrengend werden.
Vor allem in Mailand kommt es zu Tumulten unter Fotografen und Italienern in guten Anzügen, die sich mit dem gleichen auffällig-unauffälligen Gesicht in die Menge mischen, das sie immer dann aufsetzen, wenn sie sich einer schönen Frau nähern wollen. Nur Langusten auf Büfett-Tischen lösen mehr Chaos aus.

Sobald sich irgendwo eine Traube aufgeregter Menschen bildet, scheint der Italiener zu glauben, entweder das beste Krustentier seines Lebens oder einen Blick auf eine wichtige Person zu verpassen. Das färbt natürlich auch auf alle anderen ab.
Zum Beispiel auf der Cavalli-Show. „Wer ist die ältere Dame dort hinten?“, fragt man sich und quetscht sich zwischen die Fotografen. Es ist Aerosmith-Sänger Steven Tyler in einem standesgemäß hautengen Lederoutfit. Die Fotografen sind außer sich, und die massigen Security-Jungs haben arge Schwierigkeiten, den nötigen Abstand zwischen den Männern mit den schweren Kameras und dem zarten Tyler zu wahren (Stars wirken, wenn sie vor einem stehen, übrigens immer viel zerbrechlicher als im Fernsehen).
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