Mailänder Modewoche 2007Fashion-Fantasien

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Florale Seidenmalerei, grafische Micro-Muster und selbst die Schuhe sind mehrfarbig. Im Frühjahr/Sommer 2008 wird die Mode fantasievoll. So sieht es zumindest Mailands führende Trendsetterin Miuccia Prada. In ihrer Show am Dienstagabend anlässlich der noch bis Samstag laufenden Defilees der Milano Moda Donna dominierte die Lust am Spiel mit Formen, Farben und Mustern.

Pradas floral bedruckte Seidenkombinationen aus Bluse und schmaler Hose erinnern vage an Pyjamas. Die Kurzarmkleider werden seitlich geknöpft, Ärmel und Dekolleté sind geometrisch ausgeschnitten. Strick ist ein großes Thema. Dabei kombiniert die Designerin lange Shirts mit Schlaghosen. Ihre Rockformen schwingen zuweilen in opulenter Weite.

Anna Molinari, die Designerin hinter der italienischen Marke Blumarine, bricht die Lieblichkeit ihrer Minikleider aus Seide und Spitze mit Lederblousons oder schweren Gürteln.

Ihr Farbbild besteht aus Tönen wie Orange, Gelb oder Rosa. Shorts kombiniert sie zu bauchfreien Polohemden und kurzen Trenchcoats. Jogginganzüge aus Kaschmir erhalten eine luxuriöse Note. Bedruckte Kaftans werden an den Säumen bestickt.

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La Perla hingegen spielt oft mit Federn. Zunächst nur als Akzent auf einigen Kleidern eingesetzt, bedecken sie schließlich ganzflächig Rock und Weste. Bei Moschino schließlich gibt es viel Mini, Schleifen-Akzente sowie kräftige Blumendrucke.

Grell und urwüchsig ging es bei dem toskanischen Designer Roberto Cavalli zu, der sich von afrikanischen Kleidungsstücken inspirieren ließ. Dschellabas, Kaftane und westafrikanische Gewänder in kräftigen Farben und Drucken brachte Cavalli von seinen Reisen auf dem Kontinent mit. Für seine Accessoires ahmte er den Schmuck der kenianischen Masai-Nomaden nach.

Cavalli
A model wears a creation as part of Just Cavalli Spring/Summer 2008 women's collection during Milan Fashion Week in Milan
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