Mode-TrendsSchöner, schwarzer Schwan

von AMICA Online Redakteurin
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Der „Black Swan“-Look zum Nachstylen

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Es sind die Gegensätze des Balletts, mit denen der Kinofilm „Black Swan“ fasziniert. Eleganz und Härte, Zerbrechlichkeit und eiserner Wille, Leichtigkeit und drückende Schwere. Natalie Portman reißt als angehende „Schwanenkönigin“ im Kampf mit sich selbst und ihrer Disziplin das Publikum mit – in den Abgrund.

Untermalt werden Schauspiel und leidenschaftlicher Tanz der Oscar-Favoritin durch die Mode. Der Kontrast von Schwarz und Weiß spiegelt die zerrissene Psyche, die gute und böse Seite, den weißen und den schwarzen Schwan ihres Charakters wider. Am Anfang ist der Ballerina-Mädchentraum und die -garderobe noch Tüllrosarot, später bedecken schwarze Federn Kostüme und Seele.

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Natalie Portman in Black Swan
Haute Kostümdesigner

Die Outfits, sie stammen von Amy Wescott in Zusammenarbeit mit den gefeierten Schwestern Kate und Laury Mulleavy. Als extravagant sowie unangepasst gelten die Kreationen ihres 2005 gegründeten Labels Rodarte und haben oft einen finsteren Twist. Das passt zur Inszenierung von Regisseur Darren Aronofsky. Rodarte-Fan Natalie Portman selbst soll ihm das Duo vorgestellt haben.

In einem Interview mit der „New York Times“ sagte Kate Mulleavy: „Wir hatten eine hohe Affinität für dieses Thema. Es wäre ein Traumjob gewesen nur Tutus zu machen. Dann bekamen wir Zugang zu der Psychologie des Filmes und verstanden die dunkle Seite dieser Welt."

Der Trend Ballett

Für die Mode ist die „Black Swan“-Ästhetik eine schöne Inspirationsquelle. So tanzte die Magie des Balletts über die Laufstege der Frühjahr-Sommer-Schauen 2011. Viel Tüll, Federapplikationen, feminin-voluminöse Mini-Röcke zu hautengen Oberteilen waren da zu sehen. Bei Frühjahr/Sommer 2011: Chloé - Stofftanzetwa ließen schwebende Chiffonröcke die Models wie Ballerinas wirken, bei Frühjahr/Sommer 2011: Chanel - Großes Kinodramatisierten Federn die schwarz-weißen Looks.

Auch an Schuhen geht der Trend nicht vorbei. Die Alltagslieblinge Ballerinas erinnern jetzt noch mehr an Tanz. Fesselbänder zieren etwa Versionen aus weichem Leder (z.B. von Tods) und das Haus Yves Saint Laurent brachte mit „Love“ ein Modell mit Spitzenschuhoptik auf den Markt. Prima, Ballerina!