Öko-ModeÖkologisches Styling

Im Fashion-Business wirbelt gerade das neue dänische Label Noir eine Menge Laub auf. Schon im Gründungsjahr 2005 lagen die Verkaufszahlen achtzig Prozent über den Voraussagen. Die zweite Noir-Kollektion für den Herbst 2006 begeisterte während der Londoner Fashion Week strenge Kritiker wie Suzy Menkes von der „Herald Tribune“. Noir lässt ökologisch korrekte Baumwolle von einer eigens gegründeten Firma in Uganda produzieren. Die Gewinnanteile beider Firmen fließen zurück in die Noir-Foundation, die damit ihre Arbeiter in Afrika mit medizinischer Versorgung, Ausbildungsmöglichkeiten und Kleinkrediten unterstützt. Noir-Gründer und Designer Peter Ingwersen möchte Style und soziales Engagement versöhnen: „Es gibt so viel schöne Kleidung und wenn ich es mir genau überlege, braucht man nicht noch mehr davon. Warum sollte ich also in diesem Business arbeiten? Ich kann das für mich nur rechtfertigen, wenn ich gleichzeitig soziale Verantwortung übernehme.“ Besonders erfolgreich ist Noir in den USA.

Auf sanftem Expansionskurs fährt auch das Sportswear-Label American Apparel gut, das selbst für den Vierbeiner Öko-Schickes anbietet. Probleme hat derzeit offenbar nur Edun, das neue Modelabel des „Live 8“-Mitinitiators Bono von U2 und seiner Frau Ali Hewson. Jüngsten Gerüchten zufolge verkauft sich die Popstar-Fashion nicht so gut wie erhofft, was Insider aber nicht auf die garantiert Sweatshop-freie Produktion zurückführen. Die Edun-Jeans sind einfach nicht gut genug designt, gemessen am Preis von etwa 200 Pfund.